Die Helfer des Königs der Feder.

Antisemitismus im Islam? Eine Aufklärung im Lichte der islamischen Lehre

Bei den Ausschreitungen des Israel-Palästina-Konflikts werden unschuldige Zivilisten angegriffen und getötet. Medien in Deutschland schweigen, trotz der jahrelangen Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, welchen das palästinensische Volk ausgesetzt wird. Es werden nicht nur Muslime angegriffen, sondern auch der Islam wird hierbei angegriffen und diffamiert.

Es wird dem Islam unterstellt, dass dieser anhand vom Heiligen Quran und den Aussagen sowie der Praxis des Propheten Muhammad (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) antisemitische (judenfeindliche) Elemente enthalte und fördere.

Im Heiligen Quran heißt es:

„Er hat herabgesandt zu dir das Buch mit der Wahrheit, bestätigend das, was ihm vorausging; und vordem sandte Er herab die Thora und das Evangelium als eine Richtschnur für die Menschen; (Heiliger Quran 3:4)

„Und vor ihm war schon das Buch Mose, Führung und Barmherzigkeit; und dies hier ist ein Buch der Bestätigung in arabischer Sprache, die zu warnen, die freveln, und eine frohe Botschaft denen, die Gutes tun.” (Heiliger Quran 46:13)

Sind in diesen Quran-Versen antisemitische Inhalte oder Propaganda enthalten?

Sicherlich nicht! Denn aus den beiden Quran-Versen geht eindeutig hervor, dass alle Propheten der jüdischen Tradition ebenfalls in der islamischen Tradition als Propheten verstanden und geehrt werden.

Allah sagt im Heiligen Quran über den Propheten Moses (Friede sei auf ihm) folgendes:

„Er war wahrlich ein Auserwählter Gottes und Gesandter und Prophet (19:52), und Allah befreite ihn von allen Verleumdungen, die gegen ihn erhoben worden waren und die ihn kränkten und er stand bei Gott in hohem Ansehen.“ (33:70)

Durch diesen Quran-Vers lässt Allah den Propheten Moses (Friede sei auf ihm) eine große Ehre und einen hohen Rang zuteilwerden.

Weiter heißt es im Heiligen Quran:

„Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer – wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut –, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.” — (Heiliger Quran 2:63).

Dieser Quran-Vers beweist erneut, dass im Islam hochachtungsvoll über Juden gesprochen und ihnen eine große Bedeutung beigemessen wird. Verkörpert denn irgendeiner der oben genannten Quran-Verse einen Hauch von antisemitischen Anschauungen oder antisemitischen Predigten?

Die Antwort ist erneut eindeutig: Nein!

Die Praxis des Heiligen Propheten (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) verdeutlicht ebenfalls, wie sehr er sich zum einen um die Gefühle der Juden kümmerte und zum anderen um einen gütigen Umgang mit den Juden bemüht war. Ein bekanntes Ereignis aus dem Leben des Propheten (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) lautet folgendermaßen:

Einst kam ein Jude zum Propheten Muhammad (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) und beschwerte sich, dass Hadhrat Abu Bakr (Möge Allah Wohlgefallen an ihm haben) seine Gefühle verletzt hatte, indem er sagte, dass Allah Muhammad (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) über Moses (Friede sei auf ihm) erhoben hätte. Der Heilige Prophet (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) ließ Hadhrat Abu Bakr (Möge Allah Wohlgefallen an ihm haben) zu sich kommen und fragte, was sich zugetragen hätte. Hadhrat Abu Bakr (Möge Allah Wohlgefallen an ihm haben) erklärte, dass der Jude damit angefangen hätte, indem er sagte, er schwüre bei Hadhrat Moses (Friede sei auf ihm), den Gott über alle Menschen erhaben gemacht hatte, und dass er selbst darauf erwidert hätte, er schwüre bei Hadhrat Muhammad (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein), den Gott über Moses (Friede sei auf ihm) erhaben gemacht hatte. Der Heilige Prophet (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) sagte:

„Ihr hättet das nicht aussprechen sollen, denn die Gefühle der anderen müssen stets und unter allen Umständen respektiert werden. Niemand soll mich über Moses erheben!“ (Bukhari, Kitab Al Tauhid)

Aus einer weiteren Begebenheit aus dem Leben des Propheten ist bekannt, dass einmal der Trauerzug eines Juden an den Propheten Muhammad (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) und seinen Gefährten vorbei ging. Der Prophet stand aus Respekt umgehend auf. Seine Gefährten teilten ihm mit, dass es der Leichenzug eines Juden sei. Daraufhin sagte der Prophet: „War er denn nicht auch ein Mensch gewesen?“ (Sahih Al-Bukhari)

Auch die Praxis des Propheten beweist, wie sehr er die Juden schätzte und achtungsvoll mit ihnen umging.

In den Predigten und in der Praxis der Khalifen der Ahmadiyya Muslim Jamaat sind ebenfalls keine antisemitischen Tendenzen erkennbar, da sie niemals von den Lehren des Heiligen Propheten Muhammad (Mögen Allahs Frieden und Segen auf ihm sein) abweichen. Es ist bedauerlich, in welchem grausamen und elenden Zustand sich das palästinensische Volk seit Jahren befindet und die Welt dabei tatenlos zuschaut!

Der fünfte Khalif der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (Möge Allah sein Helfer sein), sagte:

„Wenn die Palästinenser Stöcke benutzen, sind sie schweren Raketen und hochentwickelten Waffen ausgesetzt, was ich auch schon erwähnt habe. Es gibt keinen Vergleich in Bezug auf die Gewalt, die von beiden Seiten eingesetzt wird. Wir müssen daher für die Palästinenser beten. Möge Allah ihre Situation verbessern und die Mittel für ihre Freiheit schaffen, und mögen sie ihren rechtmäßigen Plätzen und ihrem Land festhalten, das ihnen im ursprünglichen Vertrag zugesprochen wurde.“ (Idu l-Fitr Ansprache vom 14. Mai.2020)

Möge es uns allen gelingen, eine Gesellschaft zu schaffen, die auf Gerechtigkeit und wahrem Frieden basiert!                                                                                     Von, Abida Harim Zaffar Baloch (Kiel)

 

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