Die Helfer des Königs der Feder.

Attentate im Namen des Islam

Sehr geehrte Redaktion, erneut ist die Welt von barbarischen und grausamen Attentaten auf unschuldige Menschen erschüttert. Die prekäre Lage, in der sich die Welt heute befindet, wird unter anderem fälschlicherweise dem Islam zugeschrieben, da einige Muslime die islamischen Lehren falsch ausleben und somit die gesamte Religion unter Generalverdacht gestellt wird. Anlass waren die Mohammad-Karikaturen, die im Namen der Meinungsfreiheit erneut aufgezeigt wurden.

Zuerst sollte es univok sein, dass obwohl die Gefühle der Muslime dadurch erheblich verletzt wurden, es dennoch in keinerlei Hinsicht mit den islamischen Lehren vereinbar ist, jemanden aufgrund dessen zu ermorden. Es wird der Anspruch erhoben, dies aufgrund der Liebe zum Heiligen Propheten Mohammad (Friede und Segen Gottes seien mit ihm – im Folgenden abgekürzt durch saw) zu tun. Dabei vergessen diese sogenannten Muslime, dass sie dadurch genau entgegen seiner Lehre handeln.

Der Prophet Mohammad (saw) war die Verkörperung von Liebe, Geduld und Frieden und dies trotz der Tatsache, dass er und seine Gemeinde jahrelanger Verfolgung und Boykott seitens der Mekkaner ausgeliefert waren, wogegen er (saw) auch nicht einmal einen Finger erhob. Die Erlaubnis der Selbstjustiz, die sich einige Muslime für die vermeintliche Verteidigung des Propheten (saw) herausnehmen, ist bei Weitem nicht gestattet. Allerdings ist es auch wichtig, Rücksicht auf die Gefühle Anderer zu nehmen, denn selbst die Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen, genau wie es der kanadische Premierminister Justin Trudeau erkannte (Berliner Tageszeitung – 01.11.2020).

Rücksichtnehmend auf die Gefühle eines Juden sagte der Prophet Mohammad (saw) einmal, dass man ihm keinen höheren Rang als Moses einräumen solle. (Bukhari)

Dies war also das makellose Vorbild des Propheten Mohammad (saw), da er die Gefühle Andersgläubiger stets respektierte und ihnen darüber hinaus die Möglichkeit gewährte in einer Moschee ihren Gottesdienst abzuhalten. Wie kann folglich Mord, Unruhe und Unfrieden im Namen eines so friedfertigen und gnädigen Menschen gerechtfertigt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Saira Usman

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