Die Helfer des Königs der Feder.

Moscheeeröffnungen: Waldshut-Tiengen und Augsburg

Highlights der Presseberichte/Reisebericht von Hudhur

Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, Khalifatul Masih V.ABA, reiste am Samstag, den 08. April 2017, aus London an und wurde auf europäischem Festland von Herrn Abdullah Wagishauser, dem Nationalvorsitzenden Deutschlands, sowie anderen Amtsträgern empfangen. Von dort aus reisten sie nach Frankfurt.

Hudhur kam am 08. April um 20:40 Uhr in der Baitus-Subuh Moschee in Frankfurt an, wo er von hunderten Ahmadis mit sehr großer Freude empfangen wurde. Danach leitete Hudhur das Maghrib und Ishaa Gebet. Am 09. April 2017, einen Tag nach Hudhurs Ankunft, verbreiteten die Khuddam in einer Twitterkampagne auch die Frohbotschaft der Ankunft ihres geliebten Kalifen unter den Hashtags #KalifinDeutschland und #KalifdesIslam.

Auf seiner Reise traf Hudhur tausende Ahmadis und hielt Audienzen und Meetings ab. Er eröffnete mehrere Moscheen und legte auch die Grundsteine von verschiedenen Moscheen. So eröffnete seine Heiligkeit zwei Tage nach seiner Ankunft in Deutschland am Montag, den 10.04.2017, die Bait-ul-Aafiyat-Moschee in Waldshut-Tiengen, die die 50. Moschee der Ahmadiyya Jamaat Deutschland ist. Es wurde ein spezieller Empfang abgehalten, bei dem Hudhur vor 110 Gästen und Würdenträgern eine Ansprache über den Sinn und Zweck von Moscheen und die wahren Lehren des Islam hielt.3

 

Grundsatzrede in Waldshut-Tiengen

Es erfolgte die Willkommensansprache durch Herrn Abdullah Wagishauser, gefolgt von Begrüßungsworten durch einige Gäste. Der Bürgermeister der Stadt Lörrach, Herr Dr. Michael Wilke, sagte beispielsweise, es gäbe in den Herzen der Menschen heutzutage viele Ängste über den Islam. Darauf könne es lediglich eine Antwort geben, nämlich, sich gegenseitig besser zu verstehen und einander mit Respekt zu begegnen. Er lobte den ehrenamtlichen Einsatz der Ahmadi-Muslime und lud sie zu weiteren Programmen ein, um den bestehenden Ängsten durch die gelebte islamische Friedenslehre Einhalt zu gebieten.

Hudhur lobte in seiner Ansprache die Tatsache, dass Walsdhut-Tiengen eine Stadt sei, in der Menschen verschiedener Ethnien und Hintergründe friedlich nebeneinander lebten. Hudhur schilderte, dass der Islam lehrt, dass für einen gemeinsamen Zweck und das friedliche Miteinander Differenzen beiseitegelegt werden sollten und gegenseitiger Respekt etabliert werden sollte. Die Lehren des Heiligen Qur‘ans brächten Menschen zusammen statt sie zu trennen, so Hudhur.

„Wir glauben, dass Propheten zu allen Nationen und Völkern geschickt wurden und glauben an die Wahrhaftigkeit von jedem von ihnen. Wenn man bedenkt, dass sie alle von Allah gesandt wurden, wie könnte es möglich sein, dass Er sich Konflikte und Kriege zwischen den Menschen verschiedener Überzeugungen und Glauben wünschte?“

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Hudhur sprach über Missverständnisse über die Frühperiode des Islam und führte aus, dass die Erlaubnis zu einem Verteidigungskrieg den frühen Muslimen erst gewährt wurde, nachdem sie eine langanhaltende Verfolgung durchgemacht hatten. Außerdem wurde die Erlaubnis erteilt, um das universale Prinzip der Religionsfreiheit ein für alle Mal zu etablieren. Hudhur bezog sich auf Sure 22, Vers 41, wo es heißt:

„Und würde Allah nicht die einen Menschen durch die anderen im Zaum halten, so wären gewiss Klöster und Kirchen und Synagogen und Moscheen niedergerissen worden, worin der Name Allahs oft genannt wird.“5

 

Hudhur führte dazu aus:

„Gemäß den Lehren des Islam ist es bindend für einen wahren Muslim, stets bereitzustehen, die Gebetsstätten aller Religionen zu beschützen, ob es nun Kirchen oder Synagogen seien oder irgendeine andere sei. Es obliegt einem Muslim, friedlich mit den Menschen anderer Überzeugungen zu leben und sie mit Liebe und Freundlichkeit zu behandeln. Diese barmherzigen Lehren des Islam sind die Grundlage für Frieden und Einigkeit in der Gesellschaft.“

Hudhur führte die islamische Lehre aus, den Menschen unabhängig von Religion oder Glauben zu dienen. Basierend auf diesen Lehren hat die Ahmadiyya Muslim Jamaat viele Krankenhäuser, Schulen und humanitäre Projekte in benachteiligten Gebieten der Welt etabliert.

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Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA sagte:

„Die große Mehrheit der Patienten, die in unseren Ahmadiyya Krankenhäusern behandelt und die große Mehrheit der Studenten, die in unseren Ahmadiyya Schulen unterrichtet werden, sind Christen oder andere Nicht-Muslime. Wir stellen talentierten Studenten auch Stipendien und Förderungen zu Verfügung, unabhängig vom Glauben, die sich sonst keine Bildung leisten könnten. Wir tun dies, weil unsere Religion uns lehrt, dass jede Person auf der Welt das Recht auf Bildung hat.“

Hudhur nahm Bezug darauf, dass die Örtlichkeit der Moschee zuvor ein Markt gewesen ist:

„In der Vergangenheit war hier ein Markt, wo Leute kamen, um materielle Güter zu kaufen, den wir nun in eine Moschee umgewandelt haben. So werden Menschen zukünftig hier nicht hinkommen, um materielle Gegenstände zu kaufen, sondern durch die Anbetung des Allmächtigen Gottes spirituelle Schätze zu erwerben. Wir werden diese Moschee als ein Zentrum nutzen, an dem Menschen sich für den Dienst an der Menschheit zusammenfinden.“7

„Wo Sie zuvor Geld zu bezahlen hatten, um Waren zu erwerben, werden Sie nun Geschenke der Liebe und Güte bekommen, ohne einen Cent ausgeben zu müssen. Wo zuvor die lokalen Menschen materielle Güter erwerben mussten, werden nun die, die in diese Moschee zum Gottesdienst kommen, auf dem Wege Allahs ausgeben, um Liebe und Mitgefühl in der Gesellschaft zu verbreiten.“

In Bezug auf die jüngsten Terrorattacken auf der Welt sagte Hudhur, dass solche Angriffe im Namen des Islam nicht nur im Westen, sondern auch in muslimischen Ländern stattfänden:

„Die Terroristen und Extremisten nutzen fälschlicherweise den Namen des Islam, um ihre hasserfüllten und egoistischen, eigennützigen Interessen zu verfolgen. Um diese Zwecke zu erreichen, ermorden sie jeden, der ihnen in den Weg kommt. Daher bedarf die Welt dringend der Toleranz, des gegenseitigen Respekts und der Offenherzigkeit. Die Welt muss das Motto in Praxis ausleben, das wir Ahmadi Muslime verkünden: Liebe für Alle, Hass für Keinen.“

Am Ende betete Hadhur:

„Möge Allah jeden in dieser Stadt lebenden Ahmadi-Muslim befähigen, gemäß den wahren Lehren des Islam zu handeln und den Menschen dieser Stadt auf beste Weise zu dienen. Ich hoffe und bete, dass die Vorbehalte, die einige Menschen über den Islam haben, vermindert werden und sie selbst sehen, dass wahre Moscheen Symbole des Friedens und der Harmonie sind.“

Am nächsten Tag, Dienstag, den 11.04.17, ging die segensreiche Reise von Hudhur nach Augsburg, wo die Bait-un-Naseer Moschee eröffnet werden sollte, die sich durch ihre außergewöhnliche Schönheit und Ästhetik auszeichnet. Hudhur eröffnete die Moschee, indem er die Erinnerungstafel enthüllte und brachte mit den Anwesenden ein stilles Gebet dar, ehe er in der neu eröffneten Moschee das Zuhr- und Aßr-Gebet leitete.

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Später wurde ein spezieller Empfang im Kongress am Park Augsburg abgehalten, dem 130 Gäste beiwohnten. So sagte beispielsweise Bürgermeister Stefan Kiefer:

„Im Namen des Oberbürgermeisters der Stadt Augsburg, des gesamten Stadtrats, begrüße ich Sie recht herzlich an diesem ganz besonderen Tag für Augsburg. Einen besonderen Tag für die Ahmadiyya Gemeinde in Deutschland, aber auch für Augsburg, weil es der erste Moscheeneubau in Augsburg ist, den wir haben. Die große Bedeutung, die die Eröffnung der Moschee in den Reihen der Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft  genießt, erkennt man auch daran, dass seine Heiligkeit selbst, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, als weltweites Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde anwesend ist. Seine Heiligkeit ist weltweiter Botschafter seines Glaubens, aber auch Botschafter des Friedens. Erst vor wenigen Tagen wieder hat er in deutlichen und beeindruckenden Worten den Terroranschlag in London als Affront gegen den Islam verurteilt. Für diese klaren Worte und ihre Arbeit für ein friedliches Zusammenleben der Religionen danken wir Ihnen gerade auch hier in der Friedensstadt Augsburg.“

Hudhur hielt eine Grundsatzrede, in welcher er die wahren Ziele einer Moschee darlegte und die Wichtigkeit der Erfüllung der Rechte der Menschheit im Sinne der islamischen Lehren hervorhob.

 

Grundsatzrede in Augsburg

Hudhur pflanzte vor dem Empfang einen Baum an der Moschee. Darüber sagte Hudhur später in seiner Ansprache:

„Wo wir physische Bäume pflanzen, um die Umwelt zu verschönern und sauber zu halten und Früchte zu ernten, pflanzen wir auch geistige Bäume, die die Früchte der Liebe und Menschlichkeit zeitigen. Daher sind wir stets bestrebt, unsere Nachbarn und die Menschen um uns mit Mitgefühl zu behandeln und sind bestrebt, ihre Rechte auf jedem möglichen Weg zu erfüllen.“

Hudhur sagte über den Sinn und Zweck von Moscheen:

„Der Heilige Qur‘an hat den Muslimen gelehrt, dass sie da, wo sie einerseits ihre Gebete zu verrichten haben, auch sicherstellen müssen, dass ihr Verhalten dadurch auf dem höchsten Niveau ist, dass sie der Menschheit dienen und anderen helfen. Deswegen, wo immer und wann immer wir Moscheen bauen, dienen sie uns sowohl als Stätten der Anbetung Gottes, als auch als Orte, von denen aus wir der Menschheit dienen“

Im Lichte der islamischen Lehre, anderen zu dienen, beschrieb Hudhur einige der humanitären Projekte der Ahmadiyya Muslim Jamaat in abgelegenen Orten Afrikas und anderswo:

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„Hier in der entwickelten Welt verstehen wir nicht den wahren Wert von sauberem Wasser. Tatsächlich kann ein Mensch erst dann dessen Bedeutsamkeit wirklich begreifen, wenn er oder sie die abgelegensten Teile der Welt besucht und selbst sieht, wie Menschen gezwungen sind zu leben. Zum Beispiel, aufgrund der Armut unter der sie leiden, müssen Kinder, statt in die Schule zu gehen, tagtäglich Meilen zurücklegen, um schmutziges Teichwasser zu sammeln, das sie nach Hause zurückbringen, damit ihre Familien es benutzen können.“

„Wir Ahmadi-Muslime installieren Handpumpen, die in abgelegenen Dörfern sauberes Wasser zur Verfügung stellen und der Blick der Freude auf den Gesichtern der ansässigen Menschen, wenn sie zum ersten Mal sauberes, fließendes Wasser sehen, ist unbeschreiblich. Das Lächeln auf den Gesichtern der jungen einheimischen Kinder legt nahe, sie hätten bei einem Lotto haushoch gewonnen, das Millionen über Millionen wert sei. Dies tun wir, um solchen Menschen Erleichterung zu verschaffen und ihnen zu helfen. Wir sind bestrebt, den Gemeinden zu dienen, in denen wir unsere Moscheen bauen.“

Hudhur erklärte, dass das wahre Kalifat der Ahmadiyya Jamaat die beiden Ziele verfolgt, die die Quintessenz der islamischen Lehre darstellen: Die Rechte Allahs und die Rechte der Menschen zu erfüllen. In völligem Kontrast dazu verbreitet das sogenannte Kalifat der Terrorgruppe Daesh lediglich Grausamkeit, Hass und Unfrieden. Hudhur sagte über die Handlungen solcher Extremisten:

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„Daesh hat Unordnung verbreitet und nicht nur im Westen, sondern insbesondere auch in muslimischen Ländern Grausamkeiten verübt. Sie haben erbarmungslos Tausende über Tausende unschuldiger Menschen grundlos umgebracht. Daher kann ihre Führung niemals als Kalifat eingeordnet werden, da sie in jeder Hinsicht die friedlichen Lehren des Islam missachtet.“

„Die Menschen nehmen fälschlicherweise an, dass Muslime zu Terroristen werden, weil der Heilige Qur’an Extremismus lehre. Nichts könnte jedoch ferner von der Wahrheit sein, weil der Qur’an wiederholt für Frieden, Liebe und Toleranz eintritt. Wörtlich genommen bedeutet Jihad „sich anstrengen“, um jeder Form der Grausamkeit und des Bösen ein Ende zu bereiten und dies ist der wahre Jihad, den die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in allen Teilen der Welt austrägt.“

„Statt Konflikt und Trennung wünschen wir uns für die Menschen, dass sie Seite an Seite in Frieden und Harmonie leben. Wir sind bestrebt, Brücken der Liebe zu bauen, die die ganze Menschheit vereinigen.“

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„Ich hoffe und erwarte, dass, nachdem diese Moschee gebaut wurde, die ansässigen Ahmadi-Muslime sich nun in ihrer Anbetung des Allmächtigen Gottes steigern werden, während sie gleichzeitig ihre Bemühungen intensivieren werden, die Rechte gegenüber ihren Nachbarn und den Mitgliedern der Gesellschaft zu erfüllen.“

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So hatte Hudhur nun also schon innerhalb der ersten paar Tage seines segensreichen Besuches zwei Moscheen eröffnet. Als Nächstes stand in genau einer Woche die Grundsteinlegung einer Moschee in Raunheim an. Die beiden Freitagsgebete während Hudhurs Aufenthalt wurden ebenfalls in Raunheim, in einem dafür aufgebauten Zelt, verrichtet. Während dieser einen Woche zwischen der Augsburger Moscheeeröffnung und der Raunheimer Grundsteinlegung fassten in etwa 500 km Entfernung zu Frankfurt die Khuddam aus Hamburg den Entschluss, diese einzigartige Gelegenheit nicht zu versäumen und so machten sie sich im Bus auf die Reise für:

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