Die Helfer des Königs der Feder.

Dialog wirkt Wunder

Eine Antwort auf den Artikel „Rüdesheim: Ahmadiyya-Sekte fordert Bürgermeister Volker Mosler (CDU) heraus“ geschrieben von Robin Classen (30.11.2016).

Das „Perfide“ ging leider vonseiten des lieben Robin Classen aus, welcher in Form seines Beitrags versucht hat, die Lehren der AMJ verzerrt darzustellen.

Ja, es ist wahr, wir fegen den Silvestermüll in Deutschland jährlich zum Jahresbeginn von der Straße. Aber wissen Sie auch, warum? Weil wir, die Ahmadi-Muslime, die Sie „Islamisten“ nennen, es als Teil unseres Glaubens sehen, der Gesellschaft etwas Gutes zurückzugeben.

Ja, auch die deutsche Fahne hängt zu unseren Veranstaltungen und es gibt auch keinen Grund, warum sie es nicht sollte. Wir glauben fest an den Ausspruch des Gründers des IslamSAW: „Die Liebe zum Vaterland ist ein Teil des Glaubens“.
Ja, und selbstverständlich glauben wir an die Scharia, denn unsere Scharia gebietet uns, dem Grundgesetz, den Gesetzen des Landes, in dem man lebt, loyal zu sein.

All dies jedoch, da wir uns tatsächlich als Teil der deutschen Gesellschaft empfinden und uns so auch identifizieren. Merken Sie, dass Ihre Argumentation in sich widersprüchlich war? Dies sind letztlich genau jene Forderungen, welche immer wieder fallen, wenn es darum geht, dass Muslime sich in unserem Land stärker für unsere gesellschaftliche Ordnung aussprechen sollten. Wenn unsere Mitglieder also, Frauen wie Männer, „oftmals gut gebildet“ sind und „gute Arbeitsplätze“ haben, dann deswegen, weil der Islam Frauen und Männern gebietet, Wissen zu erlangen. Ja, wir tragen auf Basis des Miteinanders, des Friedens und der Toleranz zum Fortschritt Deutschlands bei, während Artikel wie Ihrer lediglich Zwietracht zu säen suchen.

Übrigens haben Sie, Herr Classen, auch vergessen, dass unsere Bemühungen bei diesen zwei, drei Aspekten nicht schon aufhören.
Wir sind es auch, die regelmäßige Blutspenden in unseren Moscheen organisieren, um ein klares Zeichen für Menschlichkeit und Nächstenliebe zu setzen.

Ja, wir sind es, die bundesweite Benefizläufe organisieren und dadurch bereits mehrere zehn tausende von Euros gespendet haben, um lokale Stiftungen und Organisationen zu unterstützen.

Ja, wir sind es, welche zu egal welcher Jahereszeit auf den Straßen Deuschlands vorzufinden sind und über eine Millionen Friedensflyer unter dem Titel „Muslime für Frieden, Freiheit, Loyalität“ verteilt haben und die Fragen und Ängste der Mitbürger ernst nehmen und beantworten möchten. Wir möchten Brücken des Dialogs und des Miteinanders bauen.
Ja, auch wir sind es, welche bundesweite „Stoppt den tError“ Vorträge an Universitäten organisieren, um ein klares Zeichen gegen Gewalt im Namen der Religion zu setzen.

Was den Punkt mit der Scharia, dem Kalifat, dem Gründer der AMJ und der Position der Ahmadiyya Muslim Jamaat angeht, kann ich Ihnen auch mit Zuversicht hierzu alle Bedenken nehmen.

Hierzu finden Sie unter folgenden Artikeln viele Antworten auf Ihre unbegründeten Vorwürfe und Vorbehalte:

Aussage zum „Brechen des Krezues“:
http://muslimischefeder.de/fwd-liebe-afd-2/

Die Scharia:
http://muslimischefeder.de/die-scharia-der-weg-zur-wassertraenke/

Auswanderung von Jesus (as):
http://muslimischefeder.de/jesus-ueberlebte-die-kreuzigung-und-ging-nach-kaschmir/

Zum Kalifat:
https://www.khalifaofislam.com/about-his-holiness/

Über eine sachliche und journalistisch korrektere Auseinandersetzung mit diesen Punkten wäre ich sehr dankbar.
Übrigens möchte ich dem Autor auch keinen Vorwurf aufgrund seiner politischen Zugehörigkeit zur AfD machen, dafür, die allseits bekannten Vorwürfe gegenüber dem Islam schlicht gebetsmühlenartig wiedergegeben zu haben.

Einige weitere Antworten sollten Sie ebenfalls in diesem Buch finden:
http://www.ahmadiyya.de/fileadmin/user_upload/bibliothek/mohammad_dawood_majoka-islam_fakten_argumente.pdf

Wissen Sie, tatsächlich dient der Austausch letztlich dazu, solchen Vorbehalten, wie in Ihrem Artikel, entgegenzutreten und hätten Sie den Dialog gesucht, statt loszuschreiben und Pauschalurteile zu verhängen, hätten Sie im Austausch, der die Basis jedes Fortschritts ist, erfahren, dass wir unser Motto „Liebe für alle, Hass für keinen“ nicht nur sprechen, sondern in Praxis leben. Ein Beispiel dafür, wie offener Dialog auf respektvoller Ebene bisweilen Wunder wirkt.

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