Die Helfer des Königs der Feder.

Frau im Islam

Die Frau im Islam ist dem Mann gleichwertig. Ihr stehen dieselben spirituellen und religiösen Segnungen zu, wie auch dem Mann. Der Islam verbesserte den gesellschaftlichen Stand der Frau in Arabien und sie lernte erstmals ihre Rechte kennen, die ihr auf der vorislamischer arabischen Halbinsel verwehrt waren.


Inhaltsverzeichnis

  1. Grundlage der Gleichwertigkeit im Heiligen Qur´an
  2. Stellung der Frau vor dem Islam
  3. Die Frau zur Zeit des Heiligen Propheten MuhammadSAW
  4. Der Verheißene MessiasAS über den Umgang mit der Frau
  5. Quellen

 

Grundlage der Gleichwertigkeit im Heiligen Qur´an

An vielen Stellen wird die geistige Stellung der Frau im Heiligen Qur‘an dargelegt. Im Folgenden werden einige Verse zitiert, die die Gleichwertigkeit der Frauen sowie die verschiedenen Aspekte ihrer Gleichberechtigung in dieser Hinsicht betreffen. Der Heilige Qur‘an sagt:

„Wer recht handelt, ob Mann oder Frau, und gläubig ist, dem werden Wir gewisslich ein reines Leben gewähren.“[1]

Die moralischen, geistigen und spirituellen Anstrengungen der Frau werden also auf genau dieselbe Art und Weise mit geistlichem Fortschritt belohnt, wie ebensolche Anstrengungen des Mannes. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, und auch hinsichtlich der Belohnung im Jenseits gibt es keine Bevorzugung des Mannes oder der Frau, wie der folgende Vers belegt:

„Wer aber gute Werke tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, sie sollen in den Himmel gelangen.“[2]

An einer anderen Stelle werden zehn verschiedene Eigenschaften von Männern und Frauen gleichermaßen aufgezählt, die ebenfalls die absolute Gleichstellung der geistlichen Bemühungen von Frauen mit denen der Männer auf den verschiedenen Ebenen behandeln.[3]

 

Stellung der Frau vor dem Islam

Einerseits stellten sexuelle Freizügigkeit, der freie Verkehr zwischen Männern und Frauen sowie verrückte Orgien voller Wein, Weib und Gesang die Höhepunkte arabischer Gesellschaftsform dar, andererseits wurde die Geburt einer Tochter als eine Sache von Unehre und äußerster Schande betrachtet. Hinsichtlich einiger „stolzer“ Araber wird sogar überliefert, dass sie ihre neugeborenen Töchter mit eigenen Händen begruben, um dieser Schmach zu entkommen. Frauen wurden wie Vieh gehalten und waren ihrer Rechte beraubt, sich ihren Ehemännern, Vätern oder anderen männlichen Familienmitgliedern gegenüber zu widersetzen. Indes gab es auch Ausnahmen von der Regel. Dann und wann spielten Frauen von außergewöhnlicher Führungsfähigkeit innerhalb der Stammesangelegenheiten eine bedeutsame Rolle.

 

Die Frau zur Zeit des Heiligen Propheten MuhammadSAW

Islam änderte all dies – nicht als ein natürliches Ergebnis fortschrittlicher gesellschaftlicher Spannungen, sondern als Richter von Werten. Ein Gesellschaftsgefüge wurde von hoch oben auferlegt, dass in keinem Zusammenhang zu den normalerweise vorherrschenden Kräften stand, die eine Gesellschaft prägen. Durch die Lehre der Geschlechtertrennung wurde der sexuellen Anarchie plötzlich Einhalt geboten. Die nun eingeführte Ordnung zwischen Mann und Frau beruhte auf der Grundlage tiefgehender sittlicher Regeln.

Gleichzeitig wurde die Stellung der Frau auf ein dermaßen hohes Niveau erhoben, dass sie nicht mehr länger als eine hilflose Ware behandelt werden konnte. Ihr wurde ein ebenbürtiger Anteil an der Lebensordnung zuteil. Waren sie vorderhin als vererbbares bewegliches Eigentum verteilt worden, konnten sie jetzt nicht nur den Besitz ihrer Väter erben, sondern auch jenen ihrer Ehemänner, Kinder und näheren Verwandtschaft. Sie konnten ihren Ehemännern jetzt entgegentreten und die Dinge mit ihnen erörtern. Sie konnten nun versuchen, sie zu überzeugen, und besaßen selbstverständlich das volle Recht auf ihre eigene Meinung. Sie konnten nicht nur geschieden werden, sondern besaßen gleiche Rechte, sich von ihren Ehemännern scheiden zu lassen, sollten sie es so wollen.

Als Mütter wurden sie im Islam mit dermaßen großem Respekt behandelt, dass es schwer ist, in anderen Gesellschaftsformen dieser Welt ein ähnliches Beispiel zu finden. Es war der Heilige Begründersaw des Islam, der für die Rechte der Frau einzustehen hatte, als er aufgrund göttlichen Befehls erklärte:

„Das Paradies liegt unter den Füßen eurer Mütter!“

Er bezog sich damit nicht nur auf ein Versprechen, dass erst im Leben nach dem Tode erfüllt würde, sondern auf das gesellschaftliche Paradies, das denjenigen Menschen versprochen worden war, die ihren Müttern gegenüber tiefsten Respekt und Verehrung erwiesen und sich dem Ziel widmeten, sie zufriedenzustellen und ihnen jegliche mögliche Erleichterung zu gewähren. Die Lehre der Geschlechtertrennung sollte in diesem Zusammenhang verstanden werden. Sie war nicht das Ergebnis irgendeiner männlichen Überlegenheit, sondern wurde entworfen, um die Heiligkeit von Haus und Hof zu begründen; um ein größeres Vertrauen zwischen den Eheleuten zu schaffen; um den grundlegenden menschlichen Trieben Mäßigung beizubringen sowie sie zu zügeln und zu schulen, so dass sie, anstatt als mächtige Dämonen in die Gesellschaft freigelassen zu werden, eine förderliche Rolle spielen können, geradeso wie gezügelte Kräfte innerhalb der Natur ihrer Rolle gerecht werden.

 

Der Verheißene MessiasAS über Umgang mit der Frau

Der Verheißene MessiasAS sagte:

“Die Beziehung zwischen den Ehepartnern sollte so sein, wie die von zwei wahrhaftigen Freunden. Letztendlich ist die Ehefrau die erste Augenzeugin der moralischen Eigenschaften eines Mannes und seiner Beziehung zu Gott. Wenn seine Beziehung zu seiner Frau nicht angemessen ist, wie kann er dann in Frieden mit Gott sein? Der Heilige Prophet sagte: ´Der Beste unter euch ist derjenige, der am besten zu seiner Frau ist.´”[4]

Ebenso sagte er:

“Wie kann jemand behaupten, fromm zu sein, wenn er einen schlechten Umgang mit der Ehefrau hegt? Er kann zu anderen nur dann gut und fromm sein, wenn er einen guten Umgang mit der Ehefrau hegt. Es ist inakzeptabel, wütend zu werden oder die Ehefrau aufgrund eines kleinen Vorwandes zu schlagen.”[5]

 

Quellen

Ahmad, Mirza Ghulam, Malfūẓāt.

http://www.ahmadiyya.de/islam/die-frau-im-islam/die-stellung-der-frau/

http://www.ahmadiyya.de/islam/die-frau-im-islam/etablierung-der-frauenrechte-durch-den-islam/

[1] Sura 16 Vers 98.

[2] Sura 4 Vers 125.

[3] Sura 33 Vers 36.

[4] Malfoozat Bd. 5, S.417 f.

[5] Malfoozat Bd.3, S.147.


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