Die Helfer des Königs der Feder.

Geschlechtertrennung

Unter Geschlechtertrennung im Islam versteht man zum einen die räumliche Trennung wie z.B. in der Moschee und zum anderen versteht man hierunter die Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit, wo Männer und Frauen im alltäglichen Leben oft miteinander zu tun haben. Hierbei gilt nämlich für beide Geschlechter gemäß der Lehre des Heiligen Qur’an das Parda-Gebot (Verschleierung, Verhüllung).

Diese Sicht gilt als eines der zentralen Elemente, um den moralischen Charakter der islamischen Gesellschaft zu schützen.


Inhaltsverzeichnis

  1. Normative Grundlage
  2. Philosophie
  3. Islamische Geschlechtertrennung im Westen
  4. Quellen

Normative Grundlage

Im Heiligen Qur‘an heißt es:

“Sprich zu den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist recht wohl kundig dessen, was sie tun. Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihren Busen ziehen sollen […].”[1]

Aus diesen Versen lässt sich ableiten, dass es den Männern sowie den Frauen vorgeschrieben ist, die Blicke zu senken.

Der Verheißene MessiasAS sagte:

“Der Heilige Qur‘an befiehlt den Männern und Frauen, ihre Blicke zu senken. Wenn sie sich nicht gegenseitig anschauen, bleiben sie geschützt. Der Heilige Qur‘an hat nicht die biblische Lehre aufgegriffen und behauptet, dass man nicht mit lustvollen Blicken anstarrt. Traurig, dass der Verfasser der Bibel nicht wusste, was denn der lustvolle Blick sei. Der Blick ist ja der, der die lustvollen Gedanken hervorruft. Das Resultat dieser Lehre ist vor ihnen nicht verborgen…Das islamische Verschleierungsverbot sieht nicht vor, dass die Frau wie in einem Gefängnis festgehalten werden soll. Der Heilige Qur‘an meint damit, dass Frauen sich verhüllen sollen. Sie sollen die fremden Männer nicht anschauen. Denjenigen Frauen, die aufgrund zivilisatorischer Gründe das Haus verlassen müssen, ist dies nicht untersagt. Sie können herausgehen, aber das Gebot die Blicke zu senken, muss eingehalten werden.”[2]

 

Philosophie

Der Islam erwartet, dass die Gesellschaft ihren moralischen Charakter aufrechterhalten soll. Dabei soll das Umfeld sowie die Gesellschaft dem Lebensziel des Menschen, nämlich der Anbetung Gottes und dem Achten der Rechte der Mitmenschen, unterstützend zur Seite stehen. Es sei daher unerlässlich, bestimmte Normen und Regeln im gesellschaftlichen Leben einzuhalten.

Dem Islam zufolge ist es unabdingbar, alle Maßnahmen zu ergreifen, um Keuschheit, Treue, Beherrschtheit und eine einwandfreie Lebensführung zu fördern. Eine Betonung des keuschen Lebensstils, wohlabgeschirmt gegenüber den Gefahren eines Kurzschließens des Geschlechtstriebs, ist ein wichtiges Merkmal islamischer Gesellschaftsordnung.

Dieser Gesichtspunkt der islamischen Gesellschaftslehre ist äußerst wichtig für den Schutz und das Überleben des Familiensystems. Das ist es, was heutzutage ganz dringend benötigt wird. Der Islam trachtet danach, die Familienbande zu erweitern, anstatt sie auf ein Mindestmaß zu verringern: eine Familie, in der das menschliche Vermögen zu lieben und das Begehren, geliebt zu werden – nicht nur durch den reinen Vollzug des Geschlechtstriebs -, sondern anhand verfeinerter sowie veredelter Freundschaft und Bindung wie sie natürlicherweise zwischen nahen und ferneren Blutsverwandten besteht.

Aufgrund dieser Philosophie gibt es im Islam die Geschlechtertrennung, wodurch sich Männer und Frauen auf höhere spirituelle Ziele fokussieren können, ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, von natürlichen Trieben gelenkt zu werden.

 

Islamische Geschlechtertrennung im Westen

Die praktische Anwendung islamischer Geschlechtertrennung im Westen stellt eine Herausforderung dar. So gibt es hier im öffentlich-gesellschaftlichen Leben keine islamkonforme Geschlechtertrennung.

Der Ansatz ist, im öffentlichen Raum (z.B. Arbeit, Schule, Uni, Öffentlichkeit…) die Möglichkeit zu schaffen, dass Muslima mit Männern sowie Muslime mit Frauen -aufgrund der gesellschaftlichen Notwendigkeit – zusammenarbeiten, studieren, usw. können. Aber mit der Einschränkung, dass die Tätigkeit sich rein auf das Sachliche beschränkt. Ein Social Mixing wie es im Westen üblich ist, würde der Sicht des Islams entgegen sein.

Dafür wird aber auf eine Geschlechtertrennung im religiösen Raum geachtet. So gibt es in den meisten Moscheen gesonderte Räume für Männer und Frauen. Außerdem finden Programme religiöser Natur in räumlich getrennten Ebenen statt.

 

Quellen

http://www.ahmadiyya.de/islam/die-frau-im-islam/geschlechtertrennung-im-islam/

Malfūẓāt Bd. 1

[1] Sura 24 Verse 31-32.

[2] Malfūẓāt Bd.1 S. 297 f.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen