Die Helfer des Königs der Feder.

Jesus starb nicht am Kreuz: Die Sicht eines Kardiologen

Von Prof. Dr. M.M.H.Nuri, Review of Religions UK 03/2012 – übersetzt aus dem Englischen von Mubashar Cheema

In den letzten Jahren hat die Kreuzigung von Jesus ChristusAS großes Interesse erregt. Die Inspiration aus dem Meisterwerk „Jesus in Indien“ des Verheißenen Messias, Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, hat diesen Autor angespornt, eine interdisziplinäre Untersuchung über die Umstände der Kreuzigung durchzuführen und eine historisch-medizinisch akkurate Analyse dazu zu präsentieren, warum Jesus ChristusAS in einen Zustand der Bewusstlosigkeit fiel und was die Umstände waren, die zu seiner Genesung führten, und die Differentialdiagnosen diverser Ärzte von anderen klinischen Bedingungen zu erkunden.

Es gibt in der Literatur eine Reihe von Beweisen über den Prozess der Kreuzigung. Allerdings wird die Glaubwürdigkeit jeder Diskussion in erster Linie durch die Glaubwürdigkeit des Ausgangsmaterials bestimmt werden. Für diese „Theorie“ umfasst das Quellmaterial die umfangreiche und detaillierte Beschreibungen des Prozesses der Auspeitschung und Kreuzigung in den Evangelien des Neuen Testaments3 und diverser zeitgenössischer christlicher und nicht-christlicher Autoren14. Die Interpretationen der modernen Schriftsteller, basierend auf dem Wissen der Wissenschaft und Medizin, vermögen zusätzliche Einblicke in diese Materie zu bieten. Jesus ChristusAS wurde nach Mitternacht in Getsemani verhaftet und zu dem Hohepriester gebracht, wo er der Gotteslästerung für schuldig befunden wurde. Kurz nach Tagesanbruch wurden seine Augen verbunden, ihm wurde ins Gesicht gespuckt und mit Fäusten in das Gesicht geschlagen.

Es gibt keinen Hinweis auf Blutverlust, auch tritt bei solchen Angriffen kein signifikanter Blutverlust auf. Weiterhin ist es vernünftig anzunehmen, dass Jesus ChristusAS in guter körperlicher Verfassung war.

Geißelung

Geißelung. Links: Kurze Peitsche (Flagrum) mit Bleikugeln und Schafsknochen, die in Lederriemen gebunden sind. Mitte links: nacktes Opfer an Pfosten gefesselt. Tiefe streifenförmige Fleischwunden sind in der Regel mit erheblichem Blutverlust verbunden. Mitte rechts: Ansicht von oben, zeigt Position des Lektors. Rechts: Wundenrichtung oben und zur Seite hin (superolateral).*6

Praktiken der Geißelung

Am Prätorium wurde Jesus Christus ausgepeitscht, eine Vorstufe nahezu jeder römischen Hinrichtung. Das Instrument war eine kurze Peitsche mit mehreren einzelnen oder gebundenen Lederriemen verschiedener Größen, in denen kleine Eisenbälle oder in Abständen scharfe Stücke von Schafsknochen gebunden waren.4,7,8

Dem Opfer wurde die Kleidung ausgezogen und seine Hände wurden an einen aufrechten Pfosten gebunden.8 Es wurde dann mit der Peitsche am Rücken geschlagen, wobei die Seite und Teile der Brust vorne umfasst wurden. Die Eisenkugeln der Peitschen führten zu tiefen Prellungen, und die scharfen Knochenstücke von Schafen verursachten tiefe Schnitte in Haut- und Unterhautgewebe.4,7,8 Das Ausmaß des Blutverlustes mag sicherlich ausschlaggebend dafür sein, wie lange das Opfer am Kreuz überleben würde.9  Im Fall von Jesus Christus (as) war die Geißelung milde und der Blutverlust minimal. Auch ist das Ausmaß der Geißelung nicht in den vier Evangelien beschrieben3, und es ist nicht bekannt, ob die Anzahl der Peitschenhiebe auf neununddreißig beschränkt war, in Übereinstimmung mit dem jüdischen Gesetz.4


Das Überleben der Kreuzigung

Die Überlebensdauer am Kreuz betrug durchschnittlich drei Tage (variierte zwischen zwei und fünf Tagen.)8,9  Jesus Christus trug den Querbalken nicht von der Auspeitschungsstelle zum Kreuzigungsort (was für die verurteilten Männer die Norm war), welche ein Drittel einer Meile (600-650m) voneinander entfernt lagen.3,4,7,8,9,13

Auf Golgota, dem Kreuzigungsort, nach zwölf Uhr mittags an diesem Freitag, schrie Jesus Christus (as) mit lauter Stimme auf und senkte den Kopf und wurde bewusstlos.3,15 Er blieb am Kreuz für nur etwa zwei Stunden bis zur sechsten Stunde am Freitag, kurz vor Sonnenuntergang, denn am nächsten Tag war Sabbat und nach jüdischem Brauch ist es rechtswidrig, jemanden am Sabbat oder die Nacht zuvor am Kreuz hängen zu lassen. Die Soldaten brachen das Bein der beiden Diebe, aber nicht das von Jesus Christus (as), da sie seinen Zustand der Bewusstlosigkeit mit dem Tod verwechselten.3

Stattdessen durchbohrte einer der Soldaten seine Brust mit einem Infanterie-Speer3, höchstwahrscheinlich in die Perikardhöhle, wodurch ein plötzlicher Strom von Blut und Wasser hervorgebracht wurde. Nach einem Sandsturm und einem heftigen Erdbeben waren viele Menschen davongelaufen.3,15

Christus wurde für tot gehalten und sein Körper wurde Josef von Arimathäa übergeben.3,15,8

Nikodemus, ein sehr erfahrener Arzt, der die Geheimnisse von „Therapents“ – einem Begriff der Therapeutik – kannte, sah Blut und Wasser aus der Wunde fließen, was bei Toten nicht zu sehen ist, und sprach mit leiser Stimme: „Liebe Freunde, seid guten Mutes, und lasset uns ans Werke gehen. Jesus ist nicht tot. Dies scheint nur so, da es ihm an Stärke fehlt.“15

Nikodemus legte den Körper Jesu vorsichtig auf den Boden und rieb ihn mit starken Gewürzen und Heilsalben ein, um den Körper vor dem Verfall zu bewahren.

Diese Gewürze und Salben hatten eine große Heilwirkung und wurden zu der Zeit genutzt. Beide, Josef und Nikodemus, „bliesen ihre Luft in ihn“15, als ob man eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführte.

Nikodemus war auch davon überzeugt, „die Wunde an Jesu Seite nicht zu schließen, da er den Fluss von Blut und Wasser als hilfreich für die Atmung und nützlich für die Erneuerung des Lebens erachtete.“15

Dies ist eine gängige Praxis bei Patienten mit Herzbeuteltamponaden (Blutung und Flüssigkeitsansammlung im Perikardraum), wo das Blut nach der Aspiration mit einer langen Hohlnadel drainiert werden kann, um die Blutansammlung zu verhindern. Auf Anraten von Pilatus, wurde Jesus ChristusAS in ein unauffälliges, naheliegendes Haus gebracht, welches wie ein Grabmal gebaut war.3


Medizinische Aspekte der Kreuzigung Jesu ChristiAS
 

Geißelung Jesu

Das Ausmaß der Auspeitschung war vom Gemüt der Liktoren (Römische Soldaten) abhängig, und war dazu gedacht, das Opfer zu demütigen und zu schwächen.9 Im Falle Jesu ChristiAS war die Auspeitschung eher milde, auf Grund der scheinbar wohlwollenden Einstellung von Pilatus. Die Eisenkugeln führten zu Prellungen, und die Knochenstücke von Schafen schnitten in Haut-und Unterhautgewebe ein7, folglich war der Blutverlust minimal. Die scharfen Schafsknochenstücke verletzten wohl den Herzbeutel, was zur langsamen Blutansammlung in der Perikardhöhle führte. Wäre die Geschwindigkeit der Blutansammlung höher gewesen, wäre dadurch höchstwahrscheinlich eine schwerwiegende Verletzung entstanden, da eine schnellere Ansammlung eine adäquate Funktion des Herzens beeinträchtigt hätte. Das Tempo der Blutansammlung hat die Zeit festgelegt, in der Jesus ChristusAS in einen komatösen Zustand gefallen ist.


Kreuzigung Jesu

Die Arme waren ausgestreckt und die Handgelenke an das Kreuz genagelt. Es konnte gezeigt werden, dass die Ligamente und Knochen des Handgelenks das Gewicht des Körpers stemmen können, nicht aber die Handflächen.8,11,16,17 Der Nagel im Handgelenk konnte zwischen den knöchernen Elementen vorbeiführen und somit keine Frakturen verursachen. Die Wahrscheinlichkeit einer schmerzvollen periostalen Verletzung aber scheint groß, d.h. einer Verletzung der äußeren Knochenhaut, die voll von Nerven und daher äußerst schmerzempfindlich ist.7,8,16 (siehe Bild unten)

Nagelung

Nagelung der Handgelenke. Links: Größe des Eisennagels. Mitte: Lage des Nagels im Handgelenk, zwischen Handwurzelknochen und dem Radius. Rechts: Querschnitt des Handgelenks. Weg des Nagels in der Ebene angezeigt, mit vermutlicher Durchneidung des Mittelarmnervs (Nervus Medianus) und Pfählung des langen Daumenbeugers (musculus flexor pollicis longus), aber ohne Verletzung von Hauptadern und ohne Knochenfrakturen. Der Blutverlust ist daher minimal.6

 

Am häufigsten wurden die Füße an der Vorderseite des Kreuzes mittels eines Eisendorns durch den ersten oder zweiten Intermetatarsalraum (Raum zwischen dem ersten und dem zweiten Zeh), unmittelbar distal zu dem Tarsometatarsalgelenk, angebracht.4,8,9,16,17 Somit war die Kreuzigung an sich ein relativ unblutiges Verfahren, da keine größeren Arterien durch die bevorzugten anatomischen Stellen der Durchbohrung verlaufen.8,11,16 (siehe Bild unten)

Nagelung Füße

Nagelung der Füße. Links: Position der Füße übereinander und gegen das Kreuz. Oben rechts: Lage des Nagels im zweiten Intermetatarsalraum. Unten rechts: Querschnitt des Fußes, in der Ebene auf der linken Seite angezeigt, zeigt den Weg des Nagels.

Die tatsächliche Ursache des Todes ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es war hauptsächlich abhängig von dem ursprünglichen Gesundheitszustand des Opfers, einschließlich der mentalen Gesundheit, der Dauer am Kreuz, der Dehydrierung, der entsetzlichen Schmerzen, der Erschöpfung, Asphyxie (wegen der längeren Störung der normalen Atmung), Blutverlust mit Hypovolämie (übermäßiger Blutverlust), und der Cruris-Fraktur, d.h. jemandem die Beine zu brechen, um ihre Schmerzen durch die Beschleunigung des Todeseintritts am Kreuz zu erleichtern.

Jesus ChristusAS war bei guter Gesundheit und in ausgezeichneter geistiger Verfassung. Er blieb nur für eine erheblich kurze Zeit am Kreuz, mit wenig Erschöpfung, Dehydration und Asphyxie. Der Blutverlust war während der Geißelung sowie bei der Kreuzigung minimal, was die Möglichkeit eines Schockzustandes aufgrund eines großen Blutverlustes nahezu unwahrscheinlich macht. Es wurden keine Knochen gebrochen, um etwa den Tod zu beschleunigen. Die Verletzung in der Brust durch den Speer kann zu einem Pleuraerguss führen, aber das Blut gerinnt in einem toten Menschen mit einem schwachen Fluss und mit Blutgerinnseln und Pleuraflüssigkeit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Infanterie-Speer Jesus zu Hilfe kam, als er den Herzbeutel durchbohrte und damit das eingeschlossene Herz wiederbelebte „als Blut und Wasser herausströmten“ (siehe Bild unten).

Nur in dem schlagenden Herzen einer lebenden Person schießt Blut heraus. Skepsis ist dabei entstanden, mit medizinischer Akkuratesse den Strom sowohl von Blut als auch von Wasser zu erklären. Im Altgriechischen bezeichnete die Reihenfolge der Wörter im Allgemeinen die Signifikanz, und nicht zwingendermaßen eine zeitliche Abfolge.18 Daher ist es ziemlich nahelegend, dass Johannes das Hervortreten von Blut betonte, das der Verletzung durch den Speer folgte.

Eine verbreitete, aber medizinisch inakzeptable, Erklärung war bislang, dass Jesus ChristusAS an einer Herzruptur gestorben sei. Es wurde vorgebracht, dass in dem Setting der Geißelung und Kreuzigung ein veränderter Gerinnungszustand in eine thrombotische Vegetation über der Aorten- und Mitralklappe resultiert sein könnte, die in der Koronarzirkulation embolisiert sei und einen Infarkt, eine Ruptur und den Tod zur Folge gehabt hätte.[19,20] Das bedeutet, dass das Blut anfälliger für Gerinnung wurde, was zu einer geronnenen Masse von Blut an den Strukturen auf der linken Seite des Herzens geführt hätte. Diese geronnenen Massen könnten aus dem Herzen gebrochen und in die Blutversorgung des Herzens geraten sein, was zu diesem Zustand führen würde.

Dies ist eine sehr naive Erklärung, die kaum, wenn überhaupt, in medizinischer Praxis gesehen wurde. Der veränderte Gerinnungszustand (wenn Blut im Körper gerinnt, statt schnell zu fließen) ist untypisch für eine Geißelung und Kreuzigung. Wenn sich dies doch entwickelt, dann braucht es einige Stunden und zeigt sich primär als Blutung aus der Wunde. Der Patient stirbt in der Regel innerhalb der folgenden Tage an Blutverlust.

Diese abgelösten und abgebrochenen Blutgerinnsel blockieren vor allem die kleinen Arterien, wie die der Nieren. Die kleinen Arterien des Herzens sind selten involviert,  wenn doch mal, dann ist ein Herzinfarkt extrem unwahrscheinlich, da die eigentlichen Koronararterien verschont bleiben.

Wenn überhaupt jemals ein Herzinfarkt auftritt, dauert es fünf bis sieben Tage für das Infarktsegment (abgetöteter Teil des Herzens) zu rupturieren. Daher findet diese Erklärung keine kardiologische Akzeptanz.

Eine andere Erklärung, die gerne vorgebracht wird, handelt vom Zustand der Erschöpfung aufgrund der Auspeitschung, dem Blutverlust und dem Prä-Schockzustand.7 Die Tatsache, dass Jesus ChristusAS den Querbalken nicht tragen musste, wird als Unterstützung für diese Interpretation angeführt. Allerdings sollte man die mitleidsvolle Einstellung von Pilatus nicht vergessen, der niemals wollte, dass JesusAS überhaupt gekreuzigt wird. Im Falle von Jesus ChristusAS war die Auspeitschung milde und es findet sich auch keine Erwähnung in den vier Evangelien. Diese Erklärung ist also auch nicht haltbar.

Es wurde auch postuliert, dass Jesus ChristusAS womöglich an akutem Herzversagen verstarb, mit terminaler und tödlicher Arrhythmie, also mit schwerwiegenden Herzrhytmusstörungen.4,6-8,11,13,16

Diese Erklärung für einen Mann ohne medizinische Krankengeschichte wie Jesus Christus macht die obige Diagnose sehr unwahrscheinlich.

Über Jesus ChristusAS wurde von manchen berichtet, dass er an einer sehr seltenen Krankheit namens Hämhidrose (Blutschweiß) gelitten habe.21 Dies soll in sehr seelisch belastenden Zuständen aufgetreten sein, in denen er sich befand und in Hypovolämie (Blutvolumenverlust) und dem Tod resultiert sein.3 Es ist eher abwegig anzunehmen, dass ein gesunder Mensch eine solch seltene Krankheit haben könnte, die ihn in einer kalten Nacht Anfang April eine maßgebliche Blutmenge durch den Schweiß verlieren ließ.3 Genauso ist es auch äußerst unwahrscheinlich, dass ein erhabener Prophet Gottes psychischer Belastung erlegen würde.

Sperrwunde an der Brust

Speerwunde an der Brust. Links: Mögliche Richtung des Speers. Rechts: Querschnitt des Thorax, am Level der Ebene links, zeigt durchlöcherte Strukturen durch den Speer am Herzbeutel. LA bedeutet Linkes Atrium (Vorhof des Herzens); LV, Linkes Ventrikel; RA, Rechts Atrium (Vorhof); RV, Rechter Ventrikel. (Verändert aus Edwards u.a.6)


Fazit
 

Mit dem Wissen sowohl der Anatomie und antiker Kreuzigungspraktiken, ist es nicht sonderlich schwierig, die wahrscheinlichen medizinischen Aspekte der Kreuzigung Jesu aus Sicht eines Kardiologen zu rekonstruieren. Es ist sehr naheliegend, dass Jesus ChristusAS eine Verletzung am Perikard (Herzbeutel) während der Geißelung erlitten hat. Die scharfen Stücke aus Schafsknochen in der Peitsche haben tiefe Schnitte im Perikard verursacht. Dies resultierte darin, dass sich Blut in der Perikardhöhle ansammelte. Auch während der Kreuzigung setzte sich diese Blutansammlung fort. Dadurch resultierte eine Perikardtamponade mit hämodynamischer Instabilität, ein Zustand, der das Herz in Schwierigkeiten bringt, da es nicht in der Lage ist, die Blutzirkulation voranzutreiben, was wiederum zu niedrigem Blutdruck und schwachem Puls führt. In dieser Zwangslage nahm die Herzleistung ab und beeinträchtigte die Sauerstoffzufuhr des Gehirns. Es war sehr naheliegend, dass Jesus ChristusAS in diesem kritischen Zustand der hämodynamischen Instabilität, der zu niedrigem Blutdruck und niedriger Herzfrequenz führte, laut schrie, den Kopf senkte und bewusstlos wurde. Die Durchbohrung der Brust durch den Speer, gezielt auf das Herz, führte zu einem Riss an der äußeren Schicht des Herzbeutels. Dies resultierte in eine Dekompression des Herzens, „wodurch Blut und Wasser ausströmten“. Die Dekompression des Herzens führte zu einer Erhöhung der Herzleistung, wodurch sich auch die Sauerstoffzufuhr des Gehirns besserte.

Die Ankunft von Josef von Arimathäa und Nikodemus, einem erfahrenen Arzt, unterstützt vielmehr die These, dass JesusAS die Tortur der Kreuzigung überlebte. Die Anwendung von starken Gewürzen und Salben war zu diesem Zeitpunkt essentiell, um die Wunden vor Infektionen zu bewahren und Schmerzlinderung zu gewähren. Sie haben vermutlich auch künstliche Beatmung angewendet, als diese „ihre Luft in ihn bliesen“, nachdem JesusAS vom Kreuz heruntergebracht wurde. Genauso wurde auch die Speerwunde zum Drainieren offen gelassen, da „Nikodemus daran glaubte, dass es besser sei, die Wunde an der Seite JesuAS nicht zu schließen, da er den Fluss von Blut und Wasser für hilfreich hielt, neues Leben in ihn einzuhauchen“. Diese Anwendung ist unter Kardiologen gut bekannt, um die erneute Ansammlung von Blut in der Perikardhöhle zu verhindern.

Zweifelsohne bezeugt die Tragweite der historischen und medizinischen Beweise, dass Jesus ChristusAS nicht am Kreuz starb, sondern überlebte und dann behandelt wurde.

Karte Jerusalem

Karte von Jerusalem zu Zeiten Jesu. Jesus verließ den Abendmahlsaal und ging mit seinen Jüngern zum Garten von Gethesmani (1), wurde dort verhaftet und wurde zunächst Hannas und dann zu Kajaphas gebracht (2). Nach dem ersten Prozess vor den politischen Sanhedrin (Hoher Rat) im Ansitz von Kajaphas, wurde Jesus der Prozess vor dem religiösen Sanhedrin gemacht, vermutlich im Tempel (3). Danach wurde er zu Pontius Pilatus gebracht (4), der ihn zu Herodes Antipas (5) schickte. Herodes schickte ihn zu Pilatus zurück (6), und schließlich übergab Pilatus Jesu für die Geißelung in der Burg Antonia und zur Kreuzigung auf Golgota (7). (Modifiziert nach Pfeiffer u.a.17)

 

Prof. Dr. M.M.H. Nuri, MBBS, FCPS, MRCP, FACC ist der Geschäftsführer und leitende Kardiologe des Tahir Heart Instituts (THI) in Rabwah, Pakistan.
Das THI ist ein hochmodernes, non-profit, teils karitatives Herzkrankenhaus in einer der ärmsten Regionen Punjabs in Pakistan.

Quellen:

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