Die Helfer des Königs der Feder.

Jihad

Das Wort Jihad (arab.: جهاد), stammt aus dem Arabischen. Es ist in seiner Bedeutung sehr facettenreich. In den westlichen Medien wird dieser oft gleichgesetzt mit einem etwaigen „Heiligen Krieg“, den die Muslime mit Andersgläubigen zu führen hätte. Diese Vorstellung widerspricht jedoch ausdrücklich der islamischen Lehre der Glaubensfreiheit.


Inhaltsverzeichnis

  1. Etymologie
  2. Jihad im Islam
  3. Zusammenfassung
  4. Siehe auch
  5. Weiterführende Literatur

 

Etymologie

Das Wort Jihad ist von der Wurzel (جھد) deriviert.

Jihad im Islam

In den vergangenen Jahren war das Konzept des Jihad im Islam immer wieder Gegenstand sehr kontroverser Diskussionen und Betrachtungen.

Der Begriff „Heiliger Krieg“ ist dem Islam vollkommen fremd. Er stammt aus dem Christentum, mit ihm wurde zu den Kreuzzügen gegen die Muslime im Mittelalter aufgerufen. Ebenfalls fremd ist dem Islam die Vorstellung von einer Verbreitung des Glaubens „mit Feuer und Schwert“. Niemals in der Geschichte des Islam hat es dergleichen gegeben. Der Heilige Qur‘an gebietet nämlich als oberste und wichtigste Grundlage des gesellschaftlichen Lebens die absolute und unverbrüchliche Glaubens- und Gewissensfreiheit. So heißt es bindend im Heiligen Qur‘an:

„In Glaubensdingen darf es keinen Zwang geben“ — (2:257)

„Lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will.“ — (18:30)

 

„Mittlerer Jihad“

Der „Jihad kabīr“ (der mittlere Jihad) ist der Wettstreit zur Verbreitung der Wahrheit durch Wort und Schrift. Hierzu sagt Allah im Heiligen Qur‘an:

„So gehorche nicht den Ungläubigen, sondern eifere mit ihm (dem Heiligen Qur‘an) wider sie in großem Eifer.“ (25:53)

Ferner sagt Allah im Heiligen Qur’an:

„Rufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die beste Art.“ — (16:126)

Die Muslime sollen also in „Weisheit “ und „schöner Ermahnung “ diskutieren. Dies geschieht heutzutage im interreligiösen Dialog, der die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Kulturen und Religionen unterstreicht und die Friedensbotschaft des Islam hervorhebt.
 

„Großer Jihad“

Der wichtigste Jihad aber ist der „Jihad akbar“ (der große Jihad). Er besteht in dem unablässigen Bemühen des Menschen um das richtige Gehen auf dem geraden Weg, d.h. dem Kampf gegen Egoismus und schlechte Neigungen und falsche Begierden.

Der Muslim ist angehalten, stets im Zustand diesen Jihads zu leben. Der Heilige Prophet MuhammadSAW hat dies einmal verdeutlicht, als er mit Gefährten von einer Kampfhandlung nach Medina zurückkehrte. Er sagte:

„Wir kommen aus dem kleinen Jihad und ziehen in den großen Jihad.“

 

Zusammenfassung

Zusammenfassend können wir sagen, dass die grausamen und niederträchtigen Morde von selbsternannten „Glaubenskriegern“, durch die Unschuldige ums Leben kommen, nicht mit der friedlichen Lehre des Islam vereinbar sind; und dass auch die Mär, mit der hierzulande den Menschen Angst eingejagt wird, der Islam gebiete die Vernichtung aller Ungläubigen, keine Grundlage im Heiligen Koran oder im vorbildlichen Leben des Heiligen Propheten MuhammadSAW findet.

Islam heißt, kurz gesagt „Frieden“, und seine Lehre dient der Erhaltung und Erringung des Friedens. Und es ist verständlich, dass eine Zwangsbekehrung, ob durch physische oder psychische Gewalt, nur Heuchler hervorbringen kann, niemals aber Menschen mit einem liebenden Herzen, wie es der Islam fordert. Ein Muslim soll sich nicht den Krieg wünschen und kein islamischer Staat sollte ihn anstreben.

Der Verheiße MessiasAS, hatte bereits vor mehr als einhundert Jahren deutlich erklärt, dass den Lehren des Heiligen Korans und den Lehren des Heiligen Propheten MuhammadSAW zufolge der Gebrauch von Gewalt in Glaubensdingen absolut verboten sei und es sein Ziel ist, die religiös motivierten Kriege der Muslime zu beenden.

Er sagte darüber hinaus, dass der Islam den Muslimen keine Rebellion erlaubt. Dies gilt ausdrücklich auch gegenüber nicht-muslimischen Regierungen.

Weiterhin sagte er, dass das einzige Mittel eines Muslims das Gebet sein soll und seine einzigen Waffen seine feste Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Er solle den Grundstein für Frieden legen und voller menschlicher Zuneigung und Mitgefühls für seine muslimischen und nicht-muslimischen Mitbürger sein.

(Quelle: http://www.ahmadiyya.de/islam/islam-und-fanatismus/dschihaddschihad-im-islam/)
 

Siehe auch

–> Islam und Terrorismus

–> Islam und Kriege

–> Kriege zu Lebzeiten des Propheten MuhammadSAW

–> Verbreitung des Islam
 

Weiterführende Literatur

Siehe: http://www.ahmadiyya.de/islam/islam-und-fanatismus/dschihaddschihad-im-islam/


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