Die Helfer des Königs der Feder.

Lajna Imaillah

Lajna Imaillah (Vereinigung der Dienerinnen Allahs) ist eine Unterorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die 1922 durch Hadhrat Khalifatul Masih IIRA ins Leben gerufen wurde und der alle Ahmadi-Muslimas über dem 15. Lebensjahr angehören. Ihre Mitglieder heißen Lajna. Die Lajna Imaillah  organisiert unabhängig von den anderen Unterorganisationen der Ahmadiyya Muslim Jamaat ihre eigenen Programme und Projekte.

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines
  2. Gründung
  3. Organisationsstruktur
  4. Aktivitäten
  5. Frauengasthaus
  6. Moscheebau
  7. Motto
  8. Versprechen der Laǧna Imāʾillāh
  9. Quellen

 

Allgemeines

Die Lajna Imaillah ist eine der fünf Unterorganisationen, die der zweite Kalif der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hadhrat Mirza Bashir-ud-Din Mahmood Ahmad, im Zuge der Strukturierung der Jamaat gründete. Die Mädchen und Frauen der Gemeinde erhielten jeweils eine eigene Organisation, die Lajna Imaillah für alle Frauen ab dem Alter von 15 Jahren und die Nasirat-ul-Ahmadiyya (arab.: „Helferinnen der Ahmadiyyat“) für Mädchen im Alter von 7 bis 14.
 

Gründung

Die Lajna Imaillah wurde im Jahre 1922 gegründet und in ihrer Gründung wurde für für die gesamte Menschheit deutlich zum Ausdruck gebracht, welche herausragende Stellung der Islam der Frau schenkt. In Form dieser Organisation, die in dieser Art die erste islamische Frauenbewegung überhaupt ist, wird den Frauen eine exzellente Struktur geboten, ihre sämtlichen Talente bestmöglich zu fördern.

Der zweite Kalif veröffentlichte bei der Gründung dieser Organisation einen Aufruf an die Frauen der Gemeinde. In diesem Schreiben erwähnte er, dass sich die Lajna Imaillah ihrer Stellung in der islamischen Gesellschaft noch nicht bewusst sei. Sie wisse noch nicht, welche große Verantwortung auf ihr laste und welche wichtigen Aufgaben sie in Angriff zu nehmen habe. Die Lajna Imaillah solle sich im Klaren darüber sein, was der Islam von ihr erwarte. Da die Mitglieder die Mütter der kommenden Generationen seien und dadurch erheblich zur positiven Gestaltung der zukünftigen Gesellschaften beitragen könnten, sei es auch entscheidend, dass ihnen die enorme Wichtigkeit ihrer Erziehungsarbeit bewusst würde, und in diesem Zusammenhang sei es von großer Bedeutung, dass sich die Frauen der Relevanz des Wissenserwerbs bewusst werden und stetig darum bemüht sind, ihr Wissen zu erweitern.
 

Organisationsstruktur

Jedes Land hat eine eigene gewählte nationale Vorsitzende der Lajna Imaillah, die direkt dem jeweiligen Kalifen der Zeit unterstellt ist und dieses Amt für eine festgelegte Periode bekleidet. Sie bildet mit der Genehmigung des Kalifen der jeweiligen Zeit einen Mitarbeiterinnenstab auf nationaler Ebene, die den Namen ʿāmila trägt. Jedes Mitglied dieser nationalen ʿāmila, genannt Sekretärin, ist für einen bestimmten Aufgabenbereich zuständig. Dazu gehören unter anderem die Ämter der Generalsekretärin, der Finanzsekretärin, der Sekretärin für Erziehung und Bildung, der Sekretärin für Interreligiöses, der Sekretärin für die Nasirat und der Sekretärin für Sport und Gesundheit und viele mehr. Dieses System erstreckt sich von der nationalen Ebene über die regionale Ebene (Regionen und City) bis hin zu Bezirken der lokalen Ebenen (maǧālis und ḥalqa).

Unter der Organisation der Lajna Imaillah finden verschiedenste Veranstaltungen und Programme auf Bezirksebenen, regionalen und auch nationalen Ebenen statt, die von internen Weiterbildungsmöglichkeiten, Diskussionskreisen, Gruppentreffen, Wettbewerbsveranstaltungen, Freizeitveranstaltungen bis hin zu Sportevents, Bazaren und externen Dialogveranstaltungen reichen. Das Besondere hierbei ist, dass die Organisation der Lajna Imaillah selbstständig und eigenverantwortlich arbeitet.

Alljährlich findet die Shura[1] auf nationaler Ebene statt, an welcher gewählte Abgesandte aus allen Bezirken teilnehmen, um gemeinsam über das Budget des kommenden Jahres sowie mögliche neue Projekte zu beraten. Insgesamt steht den Frauen der Ahmadiyya Muslim Jamaat damit ein effizientes und übersichtliches System zur Verfügung, in dem sie sich unabhängig verwalten können. Sie finanzieren sich nicht nur selbst, sondern führen auch Programme auf demselben Level durch wie die Männer der Gemeinde.

Auch das derzeitige Oberhaupt der Gemeinde, Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA, legt – ebenso wie alle seine Vorgänger – großen Wert darauf, die Lajna Imaillah zu fördern und zu unterstützen. In zahlreichen Vorträgen spricht er sie direkt an und macht sie auf ihre besondere Stellung, Würde und Verantwortung aufmerksam, und motiviert sie dazu, spirituelle Fortschritte zu erzielen und dann dadurch eine Vorbildfunktion für die Männer der Gemeinde einzunehmen.
 

Aktivitäten

Die Frauenorganisation Lajna Imaillahist in der islamischen Welt einmalig und damit wegweisend. Sie führt anschaulich vor Augen, dass der Islam die Frau eben nicht unterdrückt, sondern sie anspornt, sich zu entfalten.

Intern setzt sich die Lajna Imaillahfür die Bildung und Organisation der Frauen und Mädchen ein, wobei die Mädchen, die  Nasirat-ul-Ahmadiyya (zwischen 7 und 14 Jahren), religiösen Unterricht erhalten und Ausflüge oder auch Auslandsfahrten unternehmen. Zudem werden für Studentinnen Ausflüge in Form von Studienfahrten angeboten.

Die Lajna Imaillahspendet finanzielle Mittel zum Bau von Schulen und Krankenhäusern, besonders im afrikanischen Raum.

Die Frauen der Jamaat referieren an Schulen, Universitäten und im Rahmen anderer (auch eigener) Veranstaltungen über den Islam und arbeiten in allen Bereichen unabhängig sowie ehrenamtlich.

In Deutschland geben die Ahmadi-Frauen die Zeitschrift Nuur, Khadija und Maryam für Frauen heraus und tragen im Wesentlichen die Arbeit im gemeinschaftseigenen Fernsehprogramm Muslim Television Ahmadiyya (MTA) mit.
 

Frauengasthaus

Auf Initiative der Ahmadi-Frauen wurde auf dem Gelände der Nuur-Moschee ein Frauengasthaus mit sechs Wohneinheiten errichtet. Es soll Frauen in Not Unterstützung in einem „islamisch-geprägten Umfeld“ bieten. Daneben kann es auch „als Gästehaus, als Treffpunkt für Ausflüge und Sport“ genutzt werden.
 

Moscheebau

Mit bundesweiten Spendensammlungen hatte sich die Lajna Imaillah Deutschland die Aufgabe gestellt, den Bau der Khadija-Moschee in Berlin zu finanzieren.

Aḥmadiyya-Frauen beteiligen sich auch an der Planung der Moscheen. So wurde die Khadija-Moschee in Heinersdorf nach dem Entwurf der Architektin Mubashra Ilyas gebaut, die schon an Moschee-Entwürfen in Stuhr bei Bremen, Offenbach am Main und bei  Institut für Theologie und Sprachen (Jamia Ahmadiyya) in Riedstadt mitwirkte.
 

Motto

Keine Nation kann Fortschritte machen, ohne ihre Frauen zu bilden.
 

Versprechen der Lajna Imaillah

اَشْھَدُ اَنْ لَّآاِلٰہَ اِلَّا اللّٰہُ وَحْدَہٗ لَا شَرِیْکَ لَہٗ وَ اَشْھَدُ اَنَّ  مُحَمَّدًاعَبْدُہٗ وَرَسُوْلُہٗ

Ašhadu allā ilāha illā llāhu waḥdahū lā šarīka la-hū wa-ašhadu anna muḥammadan ʿabduhū wa-rasūluh.

Ich versichere feierlich, dass ich immer bereit sein werde, mein Leben, mein Eigentum, meine Zeit und meine Kinder für meinen Glauben und mein Land zu opfern. Und ich werde immer bei der Wahrheit bleiben. Und ich werde bereit sein, jedes Opfer für die Bewahrung und Erhaltung des Ahmadiyya-Khilafats zu erbringen. (InshaAllah)

 

Quellen

http://lajna.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Lajna_Imaillah

https://en.wikipedia.org/wiki/Lajna_Ima%27illah

[1] Ein mehrtätiger Beratungsausschuss


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