Die Helfer des Königs der Feder.

Mythos 10 – Der Heilige Prophet MuhammadSAW verließ Mekka, weil er Abu Talibs Schutz verlor

Hat Muhammadsaw Mekka verlassen, weil er den Schutz durch Abu Talib verlor?

 

Der Grund für die Auswanderung des Propheten Muhammadsaw war nicht, dass er „seine einflussreichsten Beschützer verloren hat“. Der Prophet Muhammadsaw verließ Mekka unter göttlicher Führung, als Gott ihm mitteilte, dass die Mekkaner planten, ihn erneut zu ermorden. Nachdem der Prophet Muhammadsaw und die Muslime etwa zwölf Jahre lang die brutalste Verfolgung, die jemals in der Geschichte beobachtet wurde, erlebt hatten,  haben sie weder ein Schwert erhoben noch einen einzigen Streit/Kampf provoziert. Sie sind vielmehr im Schutz der Dunkelheit und um ihr Leben geflohen, wie Sufi Mutiur Rahman Bengalee schreibt:

Als die Mekkaner merkten, dass die Mission des Prophetensaw einen schnellen und stetigen Fortschritt machte, griffen sie zu einem neuen Plan, um dem Leben und dem Vorhaben des Prophetensaw ein Ende zu setzen. Sie wählten aus jedem Stamm einen Mann, der sich verpflichtete, bei einem gemeinsamen Angriff mitzuhelfen. Der Plan war den Prophetensaw bei Nacht, während er schlief, zu ermorden,  sodass die Schuld des Verbrechens gleichmäßig verteilt würde. Wenn sie den Prophetensaw töten, glaubten sie, wäre es für die Anhänger des Prophetensaw unmöglich, sich gegen die vereinten Stämme von Mekka zu stellen. [1]

Muhammadsaw erhielt jedoch eine Offenbarung, die ihn vor der Gefahr warnte. Er wurde von Gott befohlen, die Stadt zu verlassen und in Medina Zuflucht zu suchen. Sein Cousin Alira stellte sich freiwillig als „Ersatz“ zur Verfügung, um sich auf das Bett des Prophetensaw zu legen. Mit Tränen in den Augen blickte er auf die Ka’aba und sagte: „Oh, Mekka, du warst für mich der liebste Ort auf der ganzen Welt, aber deine Söhne ließen mich hier nicht leben.“ [2] Die Feinde des Prophetensaw fanden Alira  in Muhammadssaw Bett. Sie waren so wütend, dass sie Alira in Gefangenschaft nahmen. Aber als sie ein solches Vorgehen als nutzlos erachteten, ließen sie ihn frei. Ein Kopfgeld von 100 Kamelen, tot oder lebendig, wurde auf Muhammedsaw ausgesetzt. [3]

Also war die unfreiwillige Entscheidung, das Heimatland zu verlassen, um einem Attentat zu entgehen,  ein schmerzliches Ereignis im Leben des Propheten Muhammadsaw. Der Prophet Muhammedsaw  floh vor der Verfolgung, genau wie der christliche Gelehrte Waraqa ibn Nawfal zwölf Jahre zuvor vorausgesagt hatte.

Kritiker ignorieren auch, dass die Entscheidung des Propheten Muhammedsaw, zu predigen oder die Entscheidung zu migrieren, nicht darauf basierte, ob er den Schutz von Abu Talib hatte. Es war in Wirklichkeit Abu Talib, der darauf bestand, dass er seinen Neffen beschützen wollte und so blieb dieser Schutz bestehen. Der Prophet Muhammadsaw machte jedoch klar, dass sein Schutz nicht von irgendeinem Menschen, sondern von Gott allein kam. Gemäß Gottes Versprechen an ihm im Qur‘an: „O du Gesandter! Verkündige, was zu dir hinabgesandt ward von deinem Herrn; und wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht verkündigt. Allah wird dich vor den Menschen schützen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungläubigen den Weg.“[4] Der Prophet Muhammadsaw wanderte nicht aus fehlendem Schutz vor anderen Menschen aus. Tatsache ist, dass seine Migration auf göttlicher Führung basierte, um Mordanschlägen zu entgehen.

 


[1] Sufi Mutiur Rahman Bengalee, The Life of Muhammad 67 (Kessinger Publishing 2010).

[2] Id. at 67.

[3] Id. at 68-70.

[4] Qur’an 5:68.

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