Die Helfer des Königs der Feder.

Mythos 17 – Der Prophet MuhammadSAW versprach Märtyrern Frauen im Paradies

Hat Muhammadsaw Märtyrern Frauen im Paradies versprochen?

 

Die relevanten Verse im Heiligen Quran sind folgende:

So (wird es sein). Und Wir werden sie mit holdseligen Mädchen vermählen, die große, herrliche Augen haben. (44:55)

Gelehnt werden sie sein auf gereihten Ruhekissen. Und Wir werden sie mit schönen, großäugigen Mädchen vermählen. (52:21)

 

Diese Verse erwähnen mit keinem Wort Jihad, Heiligen Krieg oder eine andere Art des Kampfes als Bedingung zum Erlangen des Paradieses.

Zudem lehnen sowohl der Prophet Muhammadsaw als auch der Quran das Konzept der Belohnung im Paradies in Form von „ewigen Geschlechtsverkehr mit schönen Frauen“ ab. Der Prophet Muhammad stellte klar, dass solch eine Deutung keine zulässige Interpretation der obengenannten Verse sein kann. Er sagte:

Allah der Erhabene und Herrliche sagte: Ich habe für Meine frommen Diener Vorkehrungen getroffen, die kein Auge jemals gesehen und kein Ohr jemals gehört und kein Herz jemals wahrgenommen hat, aber die durch das Buch Allahs bestätigt sind. Er rezitiere im Anschluss: „Doch niemand weiß, was für Augenweide für sie verborgen ist als Lohn für ihre Taten.“ (32:18)

Göttliche Belohnung auf so etwas wie “ewigen Geschlechtsverkehr“ zu begrenzen widerspricht deshalb nicht nur dem Islam, sondern ist eine Beleidigung Gottes Belohnung für diejenigen, die das Paradies erlangen. Daher widerspricht es nicht nur dem Islam göttliche Belohnung auf etwas so hedonistisches wie „ewigem Geschlechtsverkehr“ zu beschränken, sondern ist auch eine Beleidigung der Belohnung Gottes für jene, die das Paradies erlangen. Die Belohnungen des Paradieses sind weit jenseits dem, was ein Mensch in diesem Leben erfassen und wahrnehmen kann.

Im Arabischen sind, wie in vielen semitischen Sprachen, Nomen entweder maskulin oder feminin. Passenderweise wird ein maskulines Nomen verwendet, um sich auf einen Mann zu beziehen und bezugnehmend auf eine Frau wird ein zusätzlich „ta marbuta“ am Ende des männlichen Nomens hinzugefügt, um aus ihm ein feminines Nomen zu machen.

Zum Beispiel, heißt es im Quran:

„(Doch) du, o beruhigte Seele, kehre zurück zu deinem Herrn, befriedigt in (Seiner) Zufriedenheit! So tritt denn ein unter Meine Diener, und tritt ein in Meinen Garten!“ (89:28-31)

Diese vier kurzen quranischen Verse beschreiben die Seele im Paradies, die sich sowohl auf das weibliche Geschlecht, 89:28-29, als aber auch auf das männliche Geschlecht, 89:30-31, bezieht.

Gemäß der islamischen Theologie, ist die Seele im Gegensatz zum Menschen weder männlich noch weiblich. Dieses Hintergrundwissen bildet die Plattform zum richtigen Verständnis dieser Verse.

Das, zu „holdselige Mädchen“ übersetzte, arabische Nomen stammt von den drei arabischen Buchstaben ha, vau, und ra oder hur (ab). Das arabische Wort hur für Männer und Frauen anwendbar. Im Plural ahwar bezieht es sich im selben Kontext auf Männer und Frauen. Dieser, einem Individuum verliehene, Titel, deutet auf einen Charakter mit schönen Augen – eine Belohnung für solche rechtschaffenen Seelen. Weiterhin impliziert es eine intensive Weiße des Auges. Beide Beschreibungen beziehen sich auf spirituelle Zustände, die nichts mit irgendeiner Art der physischen, hedonistischen Befriedigung zu tun haben.

Darüber hinaus hat hur kein Geschlecht, wohingegen der Islam lehrt, dass keine Seele ihr volles Potenzial schöpfen kann, solange sie nicht einen Ehepartner hat. Somit zeigt dieser Vers, dass eine Belohnung im Paradies sein wird, dass die Seele einer jeden Person, männlich oder weiblich, einen Partner bekommt, mit dem sie das Paradies genießen kann.

Sicherlich sind dies jedoch metaphorische Erklärungen, die im Jenseits besser verstanden werden. In der Zwischenzeit genügt es zu sagen, dass die Anschuldigung der Belohnung des Märtyrertods durch hedonistische Befriedigung eine Ansicht ist, die keinerlei Unterstützung im Islam findet. Dies wird durch eine aufrichtige Analyse der arabischen Sprache des Qurans klar.

 

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