Die Helfer des Königs der Feder.

Mythos 22 – Der Islam verbietet den Schutz über Nichtislamische Einrichtungen/ Behausungen?

Verbietet der Islam den Schutz über Nichtislamischer Einrichtungen/ Behausungen?

 

Zunächst ist es erforderlich den Status zu erkennen, den die Juden unter der Herrschaft von Muhammadsaw genossen.

Der Islam hat die Juden nicht für ungläubig erklärt. Er nahm immer Bezug auf Sie mit den Worten „die Völker des Buches“ und ihnen wurde (rechtlich) stets eine gleichberechtigte Position zu Teil. Als der Prophet Muhammadsaw in Medina ankam, verkündete er die Charta von Medina. Diese beidseitig entwickelte Urkunde diente als Satzung zur Regierung der Stadt Medina und stellte zugleich ein Bündnis zwischen den Juden und den Muslimen her. Unter einer Vielzahl progressiver Artikel beschreiben die Artikel 16 – 19 die Sichtweise des Propheten Muhammadssaw über die Juden und ihre Rechte in Medina.
(16) Dem Juden der uns folgt hat Anspruch auf Hilfe und Gleichstellung. Ihm soll kein Unrecht geschehen, noch sollen seine Feinde unterstützt werden.

(17) Der Friede der Gläubigen ist unteilbar. Kein Extra-Friede soll geschlossen werden, wenn die Gläubigen der Sache Gottes wegen kämpfen. Die Bedingungen müssen fair, recht und billig für alle sein.

(18) Bei jedem Angriff muss ein Reiter einen hinter sich haben.

(19) Die Gläubigen müssen das Blut der ihren sühnen, die auf dem Wege Gottes fielen.

So hat Muhammadsaw nicht nur für die Freiheit der Religionsausübung der Juden gesorgt, sondern auch dafür, dass es den Muslimen verboten war, jeden Feind der Juden zu unterstützen

 

Weiter heißt es jeweils in den Paragrafen 21, 30 und 31 der Gemeindeordnung von Medina:

 

  1. Friedens- und Kriegsbedingungen und das Vorherrschen von einfachen oder harten Bedingungen muss fair und gleichberechtigt (spürbar) für alle Bürger sein.
  2. Die Juden des Stammes Awf s` (auch Bani Afw genannt) werden als Glaubens-Gemeinschaft angesehen werden. Sie, die Juden, haben ihre (eigene) Religion. Dies gilt auch für die Freigelassenen (unter ihnen). Ausnahmen werden Diejenigen bilden die ungerecht und sündhaft handeln. Wenn sie so handeln, werden sie sich selbst und ihre Familien vergangen/hintergangen haben.
  3. Dasselbe gilt für die Juden des Bani Najjar, Bani Al-Hárith, Bani Saeeda, Bani Jushám, Bani Al-Aws, Thaalba, und für die Jaffna, (ein Klan der Bani Thaalba) und die Bani Ash-Shutayba.

 

Diese Paragrafen enthalten eine klare Botschaft – Die Juden müssen als Gemeinschaft respektiert werden, haben das Recht auf freie Religionsausübung, ausgenommen jene, die entgegen den Gesetzen der Gerechtigkeit handeln. Die Vergabe von Rechtsansprüchen und Verantwortung geht in den Paragrafen 38-42 noch weiter:

 

  1. Wenn jemand jemanden angreift, der an diesem Pakt beteiligt ist, so muss er dem anderen helfen.
  2. Die Parteien eines Paktes müssen sich gegenseitig beraten und konsultieren.
  3. Loyalität bewahrt/behütet/schützt einem vor Verrat. Diejenigen die von einer gegenseitigen Konsultierung absehen, tun dies, weil sie Makel in ihrer Zielstrebigkeit und Loyalität aufweisen.
  4. Ein Mann wird nicht für Missetaten seines Verbündeten verantwortlich gemacht werden.
  5. Jemand (egal ob eine individuelle Person oder eine Partei) der hintergangen wurde, muss geholfen werden.

 

Im Klartext: der Prophet Muhammadsaw führte eine einheitliche, souveräne Nation, basierend auf Religionsfreiheit, gegenseitigen Respekts und Vertrauen ein. Als Herrscher von Medina gewährleistete/verhinderte er durch den 39. Paragrafen der Gemeindeordnung, eine Anforderung um gegenseitigen Rat und Konsultierung von den Juden zu ersuchen, dass eine Partei die andere nicht der Ungerechtigkeit oder Einseitigkeit bezichtigen konnte. Letztlich halten die Paragrafen 44 und 49 beide Muslime und Juden an, ihre obligatorische Pflicht der gegenseitigen Loyalität zu erfüllen.

 

  1. Yathrib wird als Heiligtum von allen Menschen dieses Paktes angesehen werden.
  2. Die Parteien dieses Paktes müssen einander im Falle eines Angriffes auf Yathrib helfen.

 

Muslime und Juden einigten sich auf Schutz vor gegenseitigen Angriffen und als Bürger eines souveränen Staates zu operieren. Gegen diesen Pakt zu rebellieren würde als Hochverrat angesehen werden. Sogar in der heutigen Zeit verhängen nahezu alle unabhängigen/souveränen Nationen, mitunter die USA und die meisten europäischen Staaten, die Todesstrafe bei Hochverrat.

Kritiker behaupten, dass der Prophet Muhammed Abu Ráfi, Oberhaupt des Banu Nadir Stammes, getötet hätte, da Ungläubige und ihrer häuslichen und religiösen Einrichtungen, keine Rechte im Islam hätten. Dabei zitieren sie Abi Ishaq um diese Anschuldigung zu belegen. Ibn Ishaq erklärt warum Prophet Muhammed die Todesstrafe für Abu Ráfi, dem Oberhaupt des Banu Nadir Stammes, angeordnet hat.

Als der Kampf am Graben und die Angelegenheit mit B. Quarayzah vorüber war, kam die Sache über Sallam b. Abu’l-Huqayq auch bekannt als Abu Ráfi ans Licht in Verbindung mit denen, welche die gemischten Stämme gegen den Gesandten gesammelt hatten.

Historiker stellten fest, dass zwei jüdische Stämme von Medina, der Banu Nadir und Banu Quraizah, gegen den Propheten Muhammadsaw und die Muslime rebellierten, während Medina attackiert wurde. Diese beiden Stämme wurden schließlich wegen Hochverrat verbannt. Von Abu Ishaq wird berichtet, dass Abu Ráfi der Stammesführer war, der den Akt des Hochverrats angeordnet hat, was ein direkter Verstoß gegen die Paragrafen 19, 38, 39, 42, 44, 49 der Gemeindeordnung von Medina darstellte. Diese Paragrafen verpflichteten Muslime sowie Juden, im Falle eines Angriffs auf Medina, sich gegenseitig zu unterstützen. Gleichermaßen heißt es in Bukhari: „Abu Ráfi pflegte es Allahs Gesandten zu hintergehen/verletzen und damit seinen Feinden zu helfen.

Abu Ráfi ist nicht deshalb bestraft worden, weil er ein Ungläubiger war, dessen Haus nicht beschützt wurde. Vielmehr ist er für die Stiftung zum Hochverrat und tatsächlicher Rebellion gegen den Staat Medina bestraft worden, wenngleich er die (Gemeindeordnung) Charta unterzeichnet und (ihre Vernehmung/ Kenntnisnahme) bestätigt hatte. Unschuldige Menschen verloren ihr Leben wegen dem Verbrechen von Abu Ráfi. Welche Regierung würde heutzutage den Bürger tolerieren, der bereitwillig dem Feind hilft, dem Staat zu schaden?

Ibn Ishaq berichtet über Abu Ráfi’s Bestrafung: „Als sie aufbrachen (um Abu Ráfi für sein Verbrechen zu töten), ernannte der Prophet Muhammadsaw ‘Abdullah bin ‘Atik als ihren Anführer, und verbot ihnen das Töten von Frauen und Kindern.“ Entsprechend diesem Befehl schädigten sie der Frau von Abu Ráfi nicht, obwohl sie ihren Versuch fast vereitelte. Daher ist es völlig fehlerhaft die Bestrafung Abu Ráfi’s als Vorwärtsangriff darzustellen. Abu Ráfi’s Bestrafung war ehemals bescheinigt und bestätigt (von ihm selbst), als Konsequenz auf Hochverrat gegen einem unabhängigem Staat.

 

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