Die Helfer des Königs der Feder.

Mythos 27 – Der Heilige Prophet MuhammadSAW lehrte, dass der Islam Konkubinen befürwortet

Heißt der Islam Konkubinen gut?

 

Eine der Bedeutungen des Ausdrucks „was eure Rechte besitzt“ bezieht sich auf Kriegsgefangene. Der Heilige Qur‘an hat diesen Begriff auch auf Sklaven und Dienern angewandt.

„Und wer von euch es sich nicht leisten kann, freie, gläubige Frauen zu heiraten: dann was eure Rechte besitzt, nämlich eure gläubigen Kriegsgefangenen. Und Allah kennt euren Glauben am besten. Die einen von euch sind von den anderen; so heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Herren und gebt ihnen ihre Morgengabe nach Billigkeit, wenn sie keusch sind, nicht Unzucht treiben noch insgeheim Liebhaber nehmen. Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Geilheit schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist. Das gilt für den unter euch, der sich vor der Sünde fürchtet. Dass ihr euch aber zurückhaltet, ist besser für euch; und Allah ist allverzeihend, barmherzig.“ [4]

Folglich hat der Islam Ehen zwischen Herren und Sklaven erlaubt – ein Bund, der automatisch zum Ende der Herr-Sklave-Beziehung führen würde. Wir sehen außerdem eine weitere Warnung vor unerlaubten sexuellen Affären. Genauso wurden ehemalige Sklaven in Bezug auf Verrat, den sie begehen könnten, mit einer gewissen Milde behandelt, da es wahrscheinlich war, dass solche Personen in einer unislamischen Umgebung erzogen wurden. Zu den schlimmsten dieser Indiskretionen gehört der Ehebruch, dessen Strafe dann die Hälfte der üblichen Strafe für Ehebruch wäre.

Im betreffenden Vers heißt es weiter: „Die einen von euch sind von den anderen“, was bedeutet, dass alle gläubigen Muslime gleich sind, obwohl sie aus verschiedenen sozialen Schichten stammen. Präislamisch hätte kein arabischer Sklavenmeister die Frechheit besessen, die Tradition abzulehnen. Kein arabischer Adliger hätte jemals daran gedacht, eine Sklavin zu heiraten. Aber durch den Islam haben die Araber realisiert, dass alle Menschen gleich sind.

 

Der Prophet Muhammadsaw sagte:

„Lass niemanden zu seinem Sklaven rufen: „Mein Sklave!“ oder „Meine Sklavin!“. Noch darf ein Sklave zu seinem Meister rufen: „Mein Herr!“. Stattdessen soll der Meister zum Sklaven „Mein junger Mann!“ oder „Meine junge Frau!“ rufen und lasst den Sklaven zum Meister „Mein Oberhaupt!“ rufen. Denn wahrlich, ihr seid alle Sklaven, und euer Herr ist Allah, der Allmächtige. [5]

Der Prophet Muhammad saw hat in der arabischen Gesellschaft eine neue Denkform erweckt und die Beziehung zwischen Meister und Diener komplett umdefiniert – und zwar so sehr, dass er selbst eine ehemalige Sklavin heiratete.

 

 

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[1] Qur’an 5:6; 17:33; 25:69; 60:13.

[2] Qur’an 24:3.

[3] Bukhari

[4] Qur’an 4:26.

[5] Sunan Masnad Ahmad, Kap. 9., freie Übersetzung aus dem Englischen

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