Die Helfer des Königs der Feder.

Mythos 29 – Der Islam verlangt, wie der Heilige Prophet MuhammadSAW gelehrt hat, von einem weiblichen Vergewaltigungsopfer, vier Zeugen vorzubringen

Verlangt der Islam von einem weiblichen Vergewaltigungsopfer vier Zeugen vorzubringen?

 

In dem Vers, zu dem Bezug genommen wird, heißt es:

Warum brachten sie nicht vier Zeugen dafür? Da sie keine Zeugen gebracht haben, sind sie es also, die vor Allah die Lügner sind. [1]

Dieser Vers, wie auch die Vorausgegangenen, in dem das Bringen von vier Zeugen verlangt wird, beschützt Frauen. So lautet der ganze Kontext dieses Verses:

„Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, sind eine Gruppe unter euch. Glaubt nicht, es sei ein Übel für euch; im Gegenteil, es ist euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Vergeltung für die Sünde, die er begangen hat; und der unter ihnen, der den Hauptanteil daran hatte, soll eine schwere Strafe erleiden. Warum dachten die gläubigen Männer und Frauen, als ihr es hörtet, nicht Gutes von ihren eigenen Leuten und sprachen: „Das ist eine offenkundige Lüge.“? Warum brachten sie nicht vier Zeugen dafür? Da sie keine Zeugen gebracht haben, sind sie es also, die vor Allah die Lügner sind.“

Wenn beispielsweise jemand eine Frau des Ehebruchs beschuldigt, muss dieser jemand vier Zeugen aufrufen, um seine Anschuldigung zu bestätigen. Mangelt es ihm oder ihr an Zeugen, so gilt die beschuldigte Frau als unschuldig und der Beschuldigende als Lügner. Keine andere (religiöse und nicht-religiöse) Schrift bietet Frauen diese Art Schutz vor falschen Beschuldigungen und Verleumdungen. Genauso stützt nichts im Quran oder den Ahadith (des Propheten MuhammadsSAW) die Behauptung, dass eine Frau vier Zeugen vorbringen müsse, um nachzuweisen, dass sie vergewaltigt wurde.

Im Gegenteil, man findet in zahlreichen Überlieferung, in denen über Vergewaltigungen berichtet wird, Beweise dafür, dass die Frau bzw. das Opfer dieses Deliktes nicht strafbar ist. Es ist die Höhe der Absurdität, anzunehmen, dass das Vergewaltigungsopfer bestraft werden müsse. Abdul-Jabbar ibn Wa’il ibn Hujr berichtet von einem Fall, überliefert von seinem Vater, dass eine Frau zu den Zeiten des Propheten MuhammadsSAW vergewaltigt worden ist. Der Prophet MuhammadSAW bestrafte den Vergewaltiger, doch verordnete keine Strafe für das Opfer. [2] In einer anderen Überlieferung erzählt Alqamah ibn Wa’il Kindi, wiederum überliefert von seinem Vater, dass der Prophet MuhammadSAW einen Vergewaltiger bestrafte, nicht aber das Opfer. [3] Wir fordern die Kritiker heraus, eine Stelle aus dem Quran zu zitieren, die eine solche Ungerechtigkeit verordnet, oder eine Stelle aus den Überlieferungen des Propheten MuhammadsSAW zu zitieren, in denen das Opfer, nicht aber der Täter bestraft wurde.


  1. [1] Qur’an 24:14.
  2. [2] Tirmidhi, Book: Punishments, Chapter: On woman who is raped.
  3. [3] Id.

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