Die Helfer des Königs der Feder.

Mythos 05 – Der Prophet MuhammadSAW lehrte den Tod auf Apostasie und Gotteslästerung

Hat der Prophet Muhammad saw den Tod auf Apostasie und Gotteslästerung gelehrt?

 

Ganz abgesehen davon, dass der Islam für einen Apostaten nicht den Tod anordnet, war der Qur‘an die erste religiöse Schrift, die kategorisch proklamiert: „Es soll kein Zwang sein im Glauben“ [1]. Gleichermaßen legt der Qur’an dar, dass Muslime, einschließlich der Prophet Muhammadsaw, Nichtmuslime nur in religiösen Angelegenheiten ermahnen können [2].Der Qur’an spricht den Unglauben über 150 mal an, jedoch wird dem Menschen niemals die Erlaubnis gegeben, den Ungläubigen zu bestrafen. Wenn der Islam den Tod auf Apostasie scheinbar legitimiert, warum verbietet der Qur’an dann eine weltliche Strafe für den Abtrünnigen, der immer wieder glaubt und nicht glaubt [3]? Da die Mehrzahl dieser Verse in Medina und nicht in Mekka offenbart wurden, können Kritiker nicht auf das „Argument“ der Aufhebung früherer Qur‘anverse durch spätere Offenbarungen zurückgreifen.

 

Das Beispiel des Propheten Muhammadsaw  bekräftigt die Ansicht, dass im Islam keine Bestrafung für Apostasie existiert. Einst hatte ein Beduine in Medina, der zum Islam konvertierte, Fieber. Er  war ein sehr einfacher und abergläubischer Mann und dachte, dass das Fieber eine Strafe für seine Konversion sei. Er bat den Heiligen Propheten dreimal von seinem Versprechen befreit zu werden, doch der Heilige Prophet annullierte sein Treuegelübde nicht. Offensichtlich war er ein Apostat, dennoch verließ er Medina unversehrt [4]. Der Leser mag sich fragen, ob ein einziger Vorfall während des Lebens des Propheten Muhammadsaw ausreicht, um zu beweisen, dass der Islam einen Abtrünnigen nicht bestraft. Andersherum jedoch, existiert kein einziges Beispiel dafür, dass der Prophet Muhammadsaw ein Individuum bestraft hat, weil es vom Glauben abgefallen ist.

 

Letztendlich verbietet der Islam die Apostasie nicht [5]. Jede „Strafe“, die ein Apostat erleidet, ist eine Angelegenheit zwischen dieser Person und Gott. Der Qur’an ist unmissverständlich: Apostasie ist kein weltliches Verbrechen und es ist sicherlich nicht das „ultimative“ Verbrechen. Abtrünnige dürfen nicht geschädigt werden – geschweige denn getötet – und diejenigen, die sich entscheiden, den Islam zu verlassen, haben das Recht, dies zu tun. Genau dieselben Prinzipien der Gewissens- und Redefreiheit gelten für diejenigen, die als Gotteslästerer gelten würden. Das heißt, im Islam gibt es keine weltliche Strafe für Blasphemie.

 

 

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[1] Qur’an 2:257.
[2] Qur’an 4:64; 6:70-71; 10:109; 11:47; 50:46; 88:22-23.
[3] Qur’an 2:218; 3:21, 73, 91; 4:138; 5:55, 62, 93, 100; 9:3, 66-68, 74; 16:107; 47:26-27; 63:2-7.
[4] Bukhari.
[5] Qur’an 4:138; 10:100; 18:30.

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