Die Helfer des Königs der Feder.

Sharia

Sharia (wörtl. “Pfad”[1]) bedeutet sinngemäß der Pfad zur Tränke. Allgemein kann es als das religiöse Gesetz des Islams und der Muslime bezeichnet werden,[2] welches die religiösen Rituale, des Glaubens und weiterer Angelegenheiten des Lebens der Muslime regulieren. Der Sinn dieser Regularien ist die Schaffung einer moralischen und gerechten Gesellschaft. Abgesehen davon wird unter Sharia auch die offenbarte Gesamtheit einer Religion verstanden (z.B. Sharia Musa, d.h. die Sharia Moses).


Inhaltsverzeichnis

  1. Sharia-Regularien
  2. Sharia und Staat
  3. Ethisch-moralischer Aspekt der Sharia
  4. Verheißene Messias zur Sharia
  5. Quellen

 

Sharia-Regularien

Die Sharia-Regularien können in fünf Bereichen aufgeteilt werden. Den ersten Bereich bildet die ibadah (d.h. rituelle Gebet). Den zweiten die mu´amalaat (d.h. Verträge und Rechtsgeschäfte). Den dritten der adaab (d.h. Verhaltensweise). Den vierten die i´tiqadaat (d.h. Glaubensvorstellungen). Den fünften und letzten die u´qubaats (d.h. Strafen).[3]

Diese Regularien gelten ausschließlich für Muslime und können nicht auf die Allgemeinheit angewandt werden.

 

Sharia und Staat

Die islamischen Lehren schreiben keine bestimmte Staatsform vor. Daher ist die Sharia kein Staatsgesetz. Der Islam schreibt nur vor, dass man Gerechtigkeit regieren soll:

,,…wenn ihr zwischen Menschen richtet, dass ihr richtet nach Gerechtigkeit.”[4]

,,Allah gebietet Gerechtigkeit…”[5]

Der heutige Staat beinhaltet viele Funktionen, die in der Sharia nicht behandelt werden, weshalb diese nicht in einem modernen Staat “eingeführt” werden kann. Ebenso haben sich im Laufe der Geschichte vielfältige Interpretation des Wesens der Sharia entwickelt, die oft nicht im Einklang sind. Daher findet man oft keine einstimmigen Regularien in den Staaten, die behaupten, die Sharia eingeführt zu haben. Außerdem muss ein Klima vorherrschen, das erlaubt, die Sharia-Regualrien anzuwenden. Wenn sich die Muslime moralisch auf einem niedrigen Niveau befinden und die religiöse Ausübung und Vorschriften vernachlässigen, dann kann auch die Sharia nicht auf sie angewandt werden.[6]

 

Ethisch-moralischer Aspekt der Sharia

Die islamische Scharia verbietet Lügen, fordert die Männer auf, ihren Pflichten gegenüber den Ehefrauen und Kindern nachzukommen, indem sie sich ausreichend um ihr leibliches, spirituelles und intellektuelles Wohl sorgen. Die Scharia verbietet Gewalt, sei es gegenüber Frauen, Kindern, Bekannten oder gar gegenüber Fremden. Wer ungehorsam oder unkooperativ ist gegenüber den Behörden, handelt gegen die Scharia. Wer Unfrieden und Spaltung unter den Menschen stiften möchte, handelt gegen die Scharia. Wer seine Versprechen nicht hält, handelt gegen die Scharia. Wer Menschen aufgrund ihrer Religion, Abstammung oder Hautfarbe diskriminiert, handelt gegen die Scharia.

Man sieht also, dass diese sämtlichen Grundlagen einer friedlichen Gesellschaft auch ein Teilaspekt der islamischen Scharia sind. Ich glaube nicht, dass irgendjemand ernsthaft Interesse daran haben könnte, diese Teile der Scharia infrage zu stellen oder gar abzuschaffen.[7]

 

Verheißene Messias zur Sharia

Der Verheißene Messias schrieb über die Sharia folgendes:

,,Die Scharia hat zwei große Teile: Pflichten gegenüber Allah und Pflichten gegenüber Menschen.”[8]

D.h. die Sharia besteht aus zwei Pflichten, die ein Muslim verpflichtet ist zu folgen, um zur Tränke zu gelangen.

Ebenso schrieb eras:

,,Ohne Zweifel ist die Essenz der Sharia „takhallaqu biakhlaq illah“ . D.h. Macht euch die Eigenschaften des Erhabenen und Wunderbaren Gottes zu eigen…”[9]

 

Quellen

Ahmad, Mirza Ghulam, Ruhani Khazain, Bd. 12.-Bd. 20.

Ahmad, Mirza Tahir, Zum Verhältnis von Scharia und Staat im Islam.

Majoka, Mohammad Dawood, Gesellschaftliche Bedeutung der Sharia.

https://www.alislam.org/library/contemporary-issues/demystifying-shariah/

 

[1] ,,Dann brachten Wir dich auf einen klaren Pfad [Sharia] in der Sache des Glaubens: so befolge ihn, und folge nicht den Launen derer, die nichts wissen.” Siehe: Sura 45 Vers 19.

[2] Ahmad, Mirza Tahir, Zum Verhältnis von Scharia und Staat im Islam, S. 17.

[3] https://www.alislam.org/library/contemporary-issues/demystifying-shariah/

[4] Sura 4 Vers 59.

[5] Sura 16 Vers 91.

[6]  Ahmad, Mirza Tahir, Zum Verhältnis von Scharia und Staat im Islam, S. 24-25.

[7] Majoka, Mohammad Dawood, Gesellschaftliche Bedeutung der Sharia, S. 5.

[8] Ahmad, Mirza Ghulam, Ruhani Khazain, Bd. 12, S.353.

[9] Ebd., Bd. 20, S. 347.


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