Die Helfer des Königs der Feder.

Tagebuchnotizen von 1905

Notizen aus dem Tagebuch des Septembers (ROR Ausgabe Oktober 1905)

Teil 1 von 2

16.September

Im Verlauf einer langen Konversation über die Maßnahmen, welche zur Verbreitung des Islams unternommen werden sollen, bemerkte der Verheißene MessiasAS:

„Beachtet wohl, dass die Zeit der religiösen Kriege nunmehr vorüber ist. Die Schlachten, welche vom Heiligen ProphetenSAW gekämpft wurden, waren nicht dazu bestimmt Leute zur Annahme des Islam zu zwingen, sondern sie wurden aus Selbstverteidigung geführt. Als die Muslime sehr schwer verfolgt, aus Mekka vertrieben und viele getötet worden waren, geschah es, dass der Allmächtige Gott den Muslimen befahl, das Schwert zur Selbstverteidigung zu erheben. Aber dies ist heute nicht der Fall. Wir leben in Frieden und Sicherheit. Der Islam wird heute mit der Feder attackiert und nicht mit dem Schwert und deshalb sollten die Muslime jetzt die Feder in die Hand nehmen, um den Attacken ihrer Gegner entgegenzutreten. Denn der Allmächtige Gott sagt im Heiligen Quran, dass wir zur Verteidigung die gleichen Vorbereitungen treffen sollten, wie unsere Gegner für ihre Angriffe. Nun treiben die Ungläubigen keine Truppen zusammen, um den Islam zu vernichten, doch sie schreiben Bücher gegen ihn und deshalb sollten wir uns eine gleichartige Verteidigungsstrategie zu Eigen machen. Jener Mensch ist sehr glücklich und gesegnet, dessen Herz rein und dessen wahres Verlangen die Manifestation der Herrlichkeit und Majestät Gottes ist, denn der Allmächtige Gott zieht ihn gegenüber anderen vor. Was die angeht, die mich bekämpfen, Gott allein wird zwischen ihnen und mir richten. Er weiß, was in unseren Herzen ist und Er sieht, wessen Herz der Erlangung weltlicher Ziele zugewandt ist und wer es ist, dessen Herz um Gottes willen allein schlägt. Merkt euch, dass ihr keinen spirituellen Fortschritt machen könnt, solange eure Herzen nicht von jeglichem Unrat gereinigt sind. Aber wenn Reinheit im Herzen vorhanden ist, dann wird dort auch die Kraft erzeugt, die es dem Menschen ermöglicht, spirituelle Fortschritte zu erzielen. Schaut, wie dem Heiligen Propheten, als er völlig allein und hilflos war, befohlen wurde die Botschaft Gottes der ganzen Welt kundzutun: „O ihr Menschen! Ich bin für euch alle der Gesandte Gottes.“ Wer konnte zu dieser Zeit erahnen, dass diese Worte jemals verwirklicht werden würden? Jedoch ist der Erfolg, welcher seine Bemühungen krönte, der wunderbarste, den die Welt gesehen hat. Aus den Reihen seiner tödlichsten Erzfeinde wurden seine ergebensten Anhänger. Dies weckt in uns die Hoffnung, dass sogar aus den Reihen dieser Leute Menschen zum Vorschein kommen werden, welche wahre Reinheit des Herzen mit einer völligen Hingabe zum göttlichen Willen in sich vereinigen werden.“

„Wir haben auf unserem Wege nicht jene Schwierigkeiten, die der Heilige Prophet hatte, aber dennoch endete sein Leben hier nicht, ehe er vollkommen siegreich war und bis er den scharenweisen Eintritt von Menschen in den Islam bezeugte, was in folgenden Worten beschrieben ist: „Als die Hilfe Gottes kam und der Sieg und du die Menschen scharenweise in die Religion Gottes eintreten sahst.“ Unsere Gegner tun alles was sie können, um uns zu zerstören, aber es ist Gott zu verdanken, dass all deren Bemühungen gescheitert sind, und sie gesehen haben, dass, je stärker sie sich bemühten uns zu bekämpfen, umso größer das Versagen war, das sie bezeugten. Der Allmächtige Gott hat die Verbreitung [seiner Botschaft] zunehmend erfolgreicher gemacht. Unfähig seinen Fortschritt zu stoppen, denken sie jetzt, dass mein Tod zu Zerstreuung unter meinen Anhängern und dadurch zum Versagen führen würde, wie die Brabmo Samaj oder viele andere religiöse Gruppierungen, welche jüngst gestiegen und gefallen sind. Aber sie irren sich. Es ist der Wille Gottes, dass diese Bewegung in der ganzen Welt verbreitet werden soll und eine fortschreitende Religion sei. Auch der Heilige Prophet, Moses und Jesus wurden von ihren Gegnern mit dem gleichen Auge der Argwohn betrachtet, als sie ihre Arbeit begannen.

Wenn es Gemeinschaften gab, die untergingen, dann gab es auch solche, die in der Welt aufblühten und sich verbreiteten. Jene, die sich selbst vollkommen auslöschen, und deren alleiniger Wunsch es ist, die Herrlichkeit und Majestät Gottes in dieser Welt zu etablieren, und die bereit sind jegliche Schwierigkeit auf dem Wege Gottes zu ertragen und sogar ihre Leben zu opfern, werden von Gott nicht zerstört. Es ist die Arbeit Gottes, die sie verrichten und aus diesem Grunde hilft Gott ihnen und lässt ihnen Seine Unterstützung zukommen.“

„Es herrscht ein Aufbegehren nach Fortentwicklung, aber die meisten Menschen kennen den Weg dahin nicht. Rechtschaffenheit ist der wahre Weg zum Fortschritt, und wir haben ein Beispiel dessen im Leben des Heiligen Propheten. Die frühen Muslime erzielten Fortschritte, weil sie rechtschaffen waren und den Willen Gottes umzusetzen suchten, und durch das Wandeln in ihren Fußstapfen kann sich unser Zustand jetzt verbessern. Der Islam verbietet es einem Menschen nicht etwa, seinen Lebensunterhalt durch das Erlernen eines Berufs oder Handwerks zu verdienen, aber was er verbietet, ist, nach der Welt zu trachten und weltliche Errungenschaften, Annehmlichkeiten und Genüssen zu seinem einzigen Ziel dieses Lebens zu machen. Sofern das Herz jedoch nicht gereinigt ist, ist jeder getätigte Schritt rückwärtsgerichtet. Diejenigen, die in dem Schrei nach Fortschritt an erster Stelle stehen, streben in Wirklichkeit nach weltlichem Reichtum und nichts weiter. Sie sorgen sich nicht um die Reinheit des Herzens und verfallen in der Nachahmung Europas zahlreichen Sünden.“

 

23.September

„Unmittelbar nach dem Tod findet ein Mensch sich selbst in der anderen Welt wieder. Zu solch einem Zeitpunkt empfindet derjenige, der sein ganzes Leben mit dem Erreichen weltlicher Verlangen verschwendet hat und keine Beziehung zu Gott angestrebt hat, den Tod als einen bitteren Kelch und verlässt diese Welt in Kummer und Betrübnis. Dies ist der Beginn seiner Qualen, weil er zu keiner Zeit Vorbereitungen für das spätere Leben gemacht hat. Es ist deshalb notwendig, dass ein Mensch die Liebe zu dieser Welt nicht in seinem Herzen haben sollte. Denn es ist diese weltliche Liebe, welche jegliche Glückseligkeit im nächsten Leben ausschließt. Und da der Zeitpunkt, zu dem der Tod kommen wird, niemandem bekannt ist, sollte ein Mensch für jene Stunde immerzu bereit sein. Dies würde ihn in eine enge Verbindung mit Gott halten, da er wissen würde, dass seine wahre Glückseligkeit im nächsten Leben liegt. Dieses Leben ist vielmehr eine Vorbereitung für das Nächste, und hier sollte alles getan werden für die Unbeschwertheit dort. Wenn ein Mensch keine Vorbereitungen für das nächste Leben trifft, wird die Stunde des Todes ihn völlig in den Sorgen und Ängsten um diese Welt befangen ereilen und infolgedessen wird er den größten Kummer und Leid beim Abschied von dieser Welt erfahren und wird nichts als Schmerz und Qualen im Nächsten haben, denn Schmerz und Qualen sind die Folge der Sorgen und Ängste um diese Welt. Der Tod kommt immer plötzlich und der weltliche Mensch meint, er sei frühzeitig gekommen. Dies, weil er keine Vorkehrungen für das nächste Leben getroffen hat, denn hätte er irgendwelche Vorbereitungen getroffen, hätte er den Tod so bereitwillig empfangen, als stünde er vor der Tür. Daher haben alle rechtschaffenen Menschen gelehrt, dass ein Mensch immer seine eigenen Taten in den Blick nehmen und schauen sollte, ob er, würde der Tod in diesem Augenblick kommen, vorbereitet auf die Reise wäre oder nicht.“

 

24.September

„Der wahrhaft an Gott Glaubende gerät nie in Verzweiflung, weil er sich dessen bewusst ist, dass Gott, den er verehrt, ein allmächtiger Gott ist. Er tut, was Er will und es liegt Nutzen in dem, was er tut. Die Atheisten und diejenigen, die nicht an einen mächtigen Gott glauben, führen Leben der Bequemlichkeit und des Luxus, solange sie nicht Schwierigkeiten gegenübergestellt sind. Aber das Auftreten von Schwierigkeiten auf ihrem Weg macht sie gänzlich perplex, weil ihr einziges Vertrauen auf weltlichen Mitteln liegt und sie keinen Glauben an die Macht Gottes haben. Deswegen geschieht es, da der Glaube an Gott in Europa rasant abnimmt, dass selbst bei trivialsten Misserfolgen Selbstmorde begangen werden. Ihre Herzen sind schwach, weil sie keine Verbindung mit der Quelle jeglicher Stärke haben. Aber ein an Gott glaubender Mensch hat ein starkes Herz, denn sein Vertrauen liegt in dem Allmächtigen Gott, und auch wenn alle offensichtlichen Mittel scheitern, verzweifelt er nicht, sondern hegt stets eine lebendige Hoffnung in Gott. Er empfindet eine innere Zufriedenheit bei all seinen äußerlichen Schwierigkeiten.“

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