Die Helfer des Königs der Feder.

VERSCHLEIERUNGSGEBOT im Islam

  1. Behauptung: Das Kopftuch ist ein Hindernis zur Integration der Frau und symbolisiert eine bewusste Abschottung von der Gesellschaft. Außerdem werden die meisten Frauen dazu gezwungen!

 

Entgegnung – Warum trägt die Muslima Schleier oder Kopftuch?

  • Im Heiligen Qur’an gibt Allah die Begründung, damit sie erkannt und nicht belästigt werden 33:60
  • Es symbolisiert, dass moralische Werte wie Keuschheit und Treue eine große Rolle in Ihrem Leben spielen
  • Schutz um nicht als Objekt der Begierde degradiert zu werden
  • Ob Mann oder Frau, jedem Muslim steht es frei, die Gebote des Islam einzuhalten. So heisst es im Heiligen Qur’an: Lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will. 18:30
  • Eindeutig gebietet Allah: Es soll kein Zwang sein im Glauben! 2:257
  • Pflicht für Muslime – Mann wie Frau – sich nicht durch besonders reizvolle Kleidung zur Schau zu stellen. Eine Kopfbedeckung ist demnach kein Ausdruck von Aggressivität oder gar eine Demonstration politischer Machtbestrebungen.
  • Es dient schlicht und einfach der Abwehr von unlauteren Gelüsten und ist damit fester Bestandteil der islamischen Ethik und ein Gebot der islamischen Morallehre
  • Zudem dient es dazu einer gläubigen Muslima stets zu vorgegenwärtigen, dass die Beziehung zu Ihrem Schöpfer an vorderster Stelle steht
  • Problem: Die Gesellschaft verbindet falsche Assoziationen (Rückständigkeit, Unterdrückung) mit der islamischen Kleiderordnung, welche teils durch die eigenen negativen Geschichten des Christentums hinsichtlich der Rolle der Frau hierzulande geprägt ist.
  • Auch stellt sich die Frage, wieso die Debatte über die Kopfbedeckung stets die muslimische Frau im Fokus hat, wenn doch auch christliche Nonnen Ihre Haare bedecken

 

  1. Behauptung: Der Qur’an schreibt das Kopftuchgebot doch überhaupt nicht vor!

Entgegnung

  • Allah sagt im Heiligen Qur’an unmissverständlich: Prophet! sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist allverzeihend, barmherzig. 33:60
  • Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Söhnen, oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen, die ihre Rechte besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen. Und sie sollen ihre Füße nicht zusammenschlagen, so dass bekannt wird, was sie von ihrem Zierat verbergen. Und bekehret euch zu Allah insgesamt, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich seiet. 24:32
  • Bisweilen wird argumentiert, dass im eben zitierten Vers nur gemeint sei, dass muslimische Frauen sich von der Unsitte fernhalten sollen, ihre Brüste zur Schau zu stellen.
  • Aber zum einen finden wir in derselben Sure Vers 61 die Aussage: (Was nun) die älteren Frauen (betrifft), die nicht mehr auf Heirat hoffen können, so trifft sie kein Vorwurf, wenn sie ihre Tücher ablegen, ohne ihre Zierde zur Schau zu stellen. Dass sie sich dessen enthalten, ist besser für sie. Und Allah ist allhörend, allwissend. 24:61 – und mit dem Ablegen der Tücher ist ja nicht gemeint, dass sie barbusig umherlaufen dürfen.

 

  1. Behauptung: Wer das Kopftuch zulässt, erlaubt auch eine Vollverschleierung (Burka) um die sexuellen Reize einer Frau zu verstecken

 

Entgegnung

  • Vers 33:60 sagt ausdrücklich, dass Frauen ihre Reize verhüllen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss 33:60. Darunter ist zu verstehen, dass muslimische Frauen sich in ihrer Bewegungsfreiheit nicht behindert fühlen sollen. So darf z.B. ihr Blick nicht versperrt sein.
  • Der Vorwurf, die Burka würde die Frau zu einem Objekt machen, erweist sich bei näherer Betrachtung als eine Scheindebatte: Auf Anfrage der Grünen Abgeordneten Özcan Multu teilte das Innenministerium mit, dass keine Erkenntnisse hierüber vorliegen. Schätzungen liegen bei um die 300 Burkaträgerinnen.
  • Der Vorwurf die Frau würde hierdurch unterdrückt werden, weißt eine eklatante Schwachstelle auf, da gerade hier im Westen, die Frauen durch verschiedene Werbeformate und sexistische Außenwerbung tagtäglich zum Objekt degradiert werden (somit sollte – unter der Bedingung, man würde sich für die Rechte der Frauen einsetzen wollen – zu aller erst solche Gesellschaftliche Probleme beseitigt werden, welche ein Vielzahl von Frauen betrifft).
  • Zudem gibt es die „Burka“ in Deutschland nicht, da es sich hierbei um ein traditionelles afghanisches Gewand handelt. Eine Gesichtsverschleierung wird Nikab genannt.

 

  1. Behauptung: Warum muss ausgerechnet die Frau sich aufgrund der Blicke des Mannes einschränken. Wäre es nicht Sache des Mannes, sich zu zügeln?

 

Entgegnung

  • Die Empörung, dass Frauen gewisse Freiheiten aufgeben sollen, nur weil manche Männer sich unverschämt benehmen und Frauen offenbar als Freiwild betrachten, scheint berechtigt.
  • In der Tat wäre weder Schleier noch Kopftuch von Nöten, wenn alle Männer sich anständig benehmen würden.
  • Aber das tatsächliche Verhalten vieler Männer ist leider nicht dementsprechend → aus einer der größten Erhebung zur körperlichen und sexuellen Gewalt gegenüber Frauen in der EU kommt laut der EU-Grundrechte-Agentur (FRA) hervor, dass jede zweite Frau schon einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden ist
  • Islamische Gesellschaft ergreift Maßnahmen, um übermäßig auftretende sexuelle Reize einzudämmen und eine auf Respekt und Gleichwertigkeit beruhende Atmosphäre zu schaffen.
  • Mangelnde Kontrolle über den sexuellen Trieb können damit abgebaut werden.
  • Zudem werden die muslimischen Männer im Heiligen Qur’an als aller erstes angesprochen: Sprich zu den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist recht wohl kundig dessen, was sie tun. 24:31
  • Der Heilige ProphetSAW lehrte, dass auch Männer sich unauffällig kleiden und ihre Haare bedecken sollten, wenn sie außer Haus gehen.

 

  1. Behauptung: Kopftuch hin oder her. Es ist auch ein Faktum, dass muslimische Frauen nicht gleichberechtigt sind und der Zugang zur Bildung verwehrt bleibt

 

Entgegnung

  • Die Ahmadiyya Muslim Jamaat weist einer der ältesten muslimischen Frauenorganisationen, die Lajna Imaillah auf, welche bereits im Jahr 1922 durch den 2. Kalifen der Gemeinde gegründet wurde
  • Anlässlich ihrer Gründung sagte Hadhrat Mirza Bashir-ud-Din Mahmud AhmadRA folgendes: Ich glaube, dass eine Nation nur Fortschritte machen kann, wenn alle Frauen eine gute Bildung erhalten. Al-Fazl, 3. Januar 1925, S. 7, Hadhrat Mirza BashirudDin Mahmud AhmadRA
  • Die Lajna Imaillah setzt sich verstärkt für die Bildung der Frauen ein und organisiert auf Grundlage Ihrer unabhänigen Strukutren regelmäßige Dialogaktionen und Veranstaltungen
  • Der Bildungsdurchschnitt der Frauen innerhalb der AMJ liegt über dem der männlichen Mitglieder und insgesamt ebenfalls über dem bundesdurchschnitt
  • Der Heilige ProphetSAW fordert in einem Hadith sowohl Männer als Frauen dazu auf, sich Wissen anzueignen: Das Streben nach Wissen ist für jeden Muslim eine Pflicht. Sunan ibn Majah
  • So werden auf der Jahresversammlung der Gemeinde jährlich die Frauen mit hervorragenden akademischen Abschlüssen vor einem Millionenpublikum vom Kalifen höchstpersönlich ausgezeichnet

 

  1. Behauptung: Eine schleichende Islamisierung in unserer Gesellschaftliches muss beendet werden, indem Lehrerinnen und Richterinnen an öffentlich neutralen Einrichtungen kein Kopftuch tragen dürfen!

 

Entgegnung

  • Durch das Kopftuchverbot am Arbeitsplatz wird Muslimischen Frauen die Teilhabe am öffentlichen Geschehen erschwert, da diese vor die Entscheidung gestellt werden, sich entweder für den Glauben, oder ihren Beruf zu entscheiden.
  • Es herrscht ohnehin bereits ein großes Ungleichgewicht zwischen der Rolle und dem Verdienst von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Neutralität des Staates bedeutet die Gleichbehandlung aller Religionen.
  • Unter den Frauen wiederrum ist die Diskriminierung von Musliminnen aufgrund des Kopftuchs signifikant größer: Frauen mit Kopftuch müssen deutlich mehr Bewerbungen schreiben, wie aus einer Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hervorgeht.
  • Bei höher qualifizierten Stellen steige der Grad der Diskriminierung im Vergleich zu Bewerberinnen ohne Migrationshintergrund noch weiter an
  • In anderen Worten: Eine Kopftuchtragende Muslima als Putzfrau stört niemanden | als Beamtin/Lehrerin/Anwältin jedoch ist sie vielen ein Dorn im Auge → Doppelmoral

 

  1. Behauptung: Auch junge Schülerinnen unter 14 Jahren sollten laut der Forderung des NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) von dem Kopftuchverbot vor eine Unterdrückung gewahrt bleiben

 

Entgegnung

  • Gesetzlich schwer zu verbieten, weil religiöse Kindererziehung ein Recht der Eltern ist:
  • Sozialgesetzbuch (SGB) / Achtes Buch (VIII) – §1 Über die religiöse Erziehung eines Kindes bestimmt die freie Einigung der Eltern, soweit ihnen das Recht und die Pflicht zusteht, für die Person des Kindes zu sorgen.
  • Sozialgesetzbuch (SGB) / Achtes Buch (VIII) – § 5 Nach der Vollendung des vierzehnten Lebensjahrs steht dem Kinde die Entscheidung darüber zu, zu welchem religiösen Bekenntnis es sich halten will. Hat das Kind das zwölfte Lebensjahr vollendet, so kann es nicht gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden.
  • Es liegen auch in diesem Fall keine statistischen Zahlen über betroffene Kinder in dieser Altersgruppe vor, welche das Kopftuch tragen, noch weiss man warum sie es tun.
  • Selbst wenn Zwang seitens der Eltern im Spiel wäre (wie oftmals behauptet wird) so wäre dieser Schritt lediglich Symptombekämpfung.
  • Das Kopftuch ist ähnlich wie die jüdische Kippa und der Turban der Sikhs zunächst einmal Ausdruck des Glaubens. Konsequenterweise müsste man Kippa und Turban ebenso verbieten.
  • Zielführender wäre es, radikale Religionsauslegungen in Kooperationen mit islamischen Verbänden und Sozialarbeitern zu bekämpfen.
  • Ein Verbot vermittelt ein indirektes Gefühl den Muslimen gegenüber, die Religion sei problematisch (Förderung von Ausgrenzungserfahrungen und Hindernis bei der Identitätsbildung junger Menschen)
  • Nicht klug für die freiheitlichen Werte zu werben, indem man Verbote gegenüber einer Religionsgruppe durchsetzt

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