Die Helfer des Königs der Feder.

Wafāt-e masīḥ

Tod JesuAS ist eine Streitproblematik, die auf die Vorstellung der meisten Muslime zurückgeht, der historische Jesus sei mitsamt seinem Körper seit mehr als 2000 Jahren noch heute am Leben und werde die durch den Heiligen ProphetenSAW getroffene Prophezeiung seiner Rückkehr in der Endzeit wortwörtlich erfüllen, indem er leibhaftig vom Himmel herabsteigen werde. Die Jamaat Ahmadiyya lehnt diese Interpretation als vernunftwidrig und dem Islam entgegenstehend ab. Doch auch die Auffassung, Jesus sei am Kreuz gestorben, stellt sich nach eingehenden Nachforschungen als falsch heraus. Vielmehr legen Qur’an-Verse, Ahadith, historische Quellen, medizinischen Aspekte nebst anderen Zeugnissen nahe, dass JesusAS die Kreuzigung in einem Zustand der Bewusstlosigkeit überlebte und dann nach Kaschmir auswanderte, wo er in einem hohen Alter von etwa 120 Jahren eines natürlichen Todes starb. Sein Grab befindet sich in Sri Nagar.


Inhaltverzeichnis

  1. Allgemeines
    • Einheit Gottes in der Bibel (vgl. Hauptartikel Allah)
  2. Der Heilige Qur‘an
    • Kreuzigung im Lichte des Heiligen Qur‘an
  3. Argumente
    • Tod eines Verfluchten?
    • Forscher auf der Spuren Jesu in Kaschmir
    • Medizinische Aspekte der Kreuzigung
    • Weitere Argumente
    • Bedeutung des Begriffs „Wiederauferstehung“
  4. Rezeption
    • Das Grab Jesu im Spiegel der Deutschen Medien
  5. Wiederkehr JesuAS (vgl. Hauptartikel „Der Verheißene Messias“)
    • Eine Prophezeiung über den Verheißenen MessiasAS
  6. Quellen

 

Allgemeines

Einheit Gottes in der Bibel

Die Einheit Gottes ist wiederholt in der Bibel verkündet worden. Prophet nach Prophet war erweckt worden, um die Einheit des Göttlichen aufzurichten. Nicht ein einziger Prophet in Israel verkündete, dass Gott irgendeinen Partner hätte.

Im Sprachgebrauch der Bibel sind Menschen oftmals Götter oder Söhne von Gott genannt worden. Wenn JesusAS der Sohn Gottes genannt worden ist, besitzt er keinen höheren Rang als jene, die auch Söhne Gottes genannt wurden.

Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Er ist Der-Aus-Sich-Selbst-Bestehende, und alles andere existiert nur durch Seine Unterstützung. Wenn Seine Unterstützung auch nur für eine Sekunde zurückgezogen würde, wäre das Universum vollkommen im Durcheinander. Dieses Mächtige Wesen, Das jegliche gute Eigenschaft besitzt und frei von jedem Makel, jeder Schwäche oder einem Fehler ist, kann niemals Tod erleiden, noch getötet werden, noch den Kreuzestod sterben.

 

Der Heilige Qur‘an

Kreuzigung im Lichte des Heiligen Qurans

Der Heilige Koran hat die Wahrheit bestätigt, indem er verkündete, dass JesusAS vom Tod am Kreuz errettet und vor einem verfluchten Tod beschützt worden war. Die Evangelien bezeugen diese Wahrheit ebenfalls, insofern, als JesusAS seine Ähnlichkeit zu Jona beschrieben hat und jeder Christ weiß, dass Jona im Bauch des Wales nicht gestorben war. Wenn JesusAS tot in der Gruft gelegen hätte, was für eine Ähnlichkeit hätte dann zwischen ihm und Jona bestanden.

Es ist auch wohl bekannt, dass JesusAS nach seiner Errettung vom Kreuz seine Wunden seinen Jüngern zeigte. Wenn ihm ein neues Leben der Verklärung gewährt worden wäre, wie könnte es dann sein, dass die Wunden seines irdischen Lebens noch auf seinem verklärten Körper zu sehen waren?

Dies sind die Mythen, auf denen die Lehrmeinung von der Göttlichkeit von JesusAS konstruiert worden ist. Doch die Zeit kommt, in der Tat ist sie schon da, wenn Gott, der Allmächtige, alle diese Mythen wie winzige Partikelchen hinwegfegen wird. Der Heilige Quran bezeugt anhand von mindestens 30 Versen, dass der Prophet JesusAS eines natürlichen Todes starb. Einige Muslime hegen den Irrglauben, Jesus sei lebendig in den Himmel aufgestiegen und an seiner Stelle sei eine andere Person mit dem Gesicht von JesusAS gekreuzigt worden. Dies geht auf das falsche Verständnis der Verse 158ff. der Sura An-Nisa:

„und wegen ihrer Rede: „Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den „Gesandten“ Allahs, getötet“, während sie ihn doch weder erschlugen noch den Kreuzestod erleiden ließen, sondern er erschien ihnen nur gleich (einem Gekreuzigten); und jene, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber; sie haben keine (bestimmte) Kunde davon, sondern folgen bloß einer Vermutung; und sie haben darüber keine Gewissheit.

Vielmehr hat ihm Allah einen Ehrenplatz bei Sich eingeräumt, und Allah ist allmächtig, allweise.“ (4:158,159)

Hier wird der Satz „Vielmehr hat ihm Allah einen Ehrenplatz bei Sich eingeräumt“ fälschlicherweise wörtlich mit „Er hat ihn körperlich zu sich emporgehoben“ übersetzt. Diese Übersetzung lässt sich mit einfacher Logik widerlegen: Allah ist nicht materiell und hat keinen Körper, sondern ist überall vorzufinden. So heißt es im Heiligen Qur‘an:

„Allahs ist der Osten und der Westen; wohin immer ihr also euch wendet, dort ist Allahs Angesicht. Wahrlich, Allah ist freigebig, allwissend.“ (2:116).

Wenn man also den Vers mit „Allah hat ihn zu sich körperlich emporgehoben“ übersetzt, widerspräche dies der Tatsache, dass Allah immateriell und allumfassend ist. Es hieße, dass Allah „oben“ im Himmel war, aber nicht „unten“ auf der Erde, sodass Allah JesusAS „zu sich nach oben“ holte. Das würde aber heißen, Allah war nicht auf der Erde und würde demgemäß dem eben zitierten Vers widersprechen, dass Allah überall ist. Der Ausdruck „Er hat ihn zu sich emporgehoben“ ist nicht wörtlich zu verstehen, sondern bedeutet lediglich, dass Allah Hadhrat JesusAS in seinem Rang erhoben hat.

Gott ist Geist und nicht aus Materie und somit auch nicht an einem materiellen Ort zu dem man „auffahren” könnte. Wenn Allah im Heiligen Qur‘an sagt, dass Er Jesus zu Sich erheben wird (4:159), kann damit nur eine spirituelle Erhöhung gemeint sein, wie wir sie in der Übersetzung dieses Verses ins Deutsche deutlich gemacht haben. Niemals kann es so sein, dass ein Körper aus Fleisch und Blut in das Paradies aufsteigt (das ja spiritueller Natur ist), zumal es absolut unsinnig ist, sich vorzustellen, dass Jesus dort oben seit 2000 Jahren auch all die Funktionen ausüben müsste, denen ein Körper aus Fleisch und Blut nun einmal unterliegt. Es besteht für den Einsichtigen kein Zweifel daran, dass Jesus, so wie es der Heilige Qur‘an bestätigt, nicht am Kreuz starb, sondern dort nur bewusstlos wurde, während er sich nach seiner Genesung den Jüngern zeigte, um dann aus Palästina auszuwandern. Wir wissen aus der Geschichte, dass zur Zeit von Jesus aus Palästina nur zwei der insgesamt zwölf Stämme Israels wohnten. Die anderen zehn Stämme waren etwa 250 Jahre zuvor, während der Herrschaft des Nebukadnezar, aus Palästina ausgewandert und wurden, wie Ethnologen herausgefunden haben, im Raum des heutigen Afghanistan, Pakistan und Kaschmir angesiedelt. Zu ihnen führte Jesu Reise, denn seine Aufgabe war es gewesen, allen Kindern Israels die Botschaft des Evangeliums zu überbringen. Im Heiligen Qur‘an finden wir überdies einen deutlichen Hinweis darauf, dass Jesus und seine Mutter Maria aus Palästina nach Kaschmir geflüchtet waren. So heißt es:

„Und Wir machten den Sohn der Maria und seine Mutter zu einem Zeichen und gaben ihnen Zuflucht auf einem Hügel mit einer grünen Talmulde und den fließenden Wassern von Quellen.” (Sure 23, Vers 51)

Diese Beschreibung trifft nicht auf Palästina zu, wohl aber auf Kaschmir. In der Hauptstadt Kaschmirs, in Srinagar gibt es im Khanyar-Viertel bis heute ein Grab zu besichtigen, in dem ein Prophet namens Yus Asaf beerdigt worden ist, von dem viele Wissenschaftler annehmen, dass damit Jesus der Versammler gemeint ist. Dazu hat der heilige Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, Frieden sei auf ihm, bereits vor ca. 100 Jahren ein Buch namens „Jesus in Indien” geschrieben, dessen deutsche Übersetzung im Verlag Der Islam erhältlich ist.

Für eine weiterführende Diskussion des Themas, vgl. Literatur: Jesus in Indien, Broschüre: Jesus in Kaschmir

 

Argumente

Tod eines Verfluchten?

JesusAS war ein Gesandter Gottes und ein begünstigter und heiliger Mensch. Es ist der Gipfel der Ungerechtigkeit anzunehmen, auch nur für einen Moment, dass solch ein Auserwählter an das Kreuz gehängt wurde und, an ihm sterbend, zu einem Verfluchten wurde. Den bevorzugten Dienern Gottes, des Allmächtigen, und Seinen geliebten Gesandten, die sich selbst in ihrer Liebe zu Gott verlieren und aus dieser Liebe heraus dieses sterbliche Leben beiseitelegen und mit einem neuen und heiligen Leben ausgestattet werden, werden die Segnungen gewährt, damit sie in der Lage sind, andere von dem Schandfleck der Verfluchtheit zu reinigen und sie können nicht selbst verflucht werden. Sie mögen an das Kreuz genagelt werden, doch wenn der Tod durch die Kreuzigung in der Tat ein verfluchter Tod ist, dann wird es notwendig, dass solche auserwählten Diener Gottes von solch einem Tod errettet werden sollten und gegen seine Schande beschützt werden sollten.

Im Arabischen und Hebräischen ist die Vorstellung des Fluches mit dem Herzen verbunden und ein Mensch kann nur dann verflucht genannt werden, wenn in Wahrheit sein Herz sich von Gott abwendet und schwarz wird und Gottes Barmherzigkeit beraubt ist und wenn ihm die Liebe Gottes fehlt und er aller Erkenntnis Gottes entleert ist und blind wird und beraubt, wie Satan, wenn er mit dem Gift der Irreleitung erfüllt ist und nicht ein Strahl des Lichtes der liebe und der Erkenntnis Gottes erfährt und sich selbst von jeder Beziehung zu Gott abwendet und mit Groll und Hass und Feindschaft gegenüber Gott erfüllt ist, so dass Gott sein Feind wird und von ihm angewidert wird, und er von Gott angewidert ist. Es ist somit klar, dass das Konzept des Fluches unheilvoll und unheilig ist, dass es nicht auf irgendeinen Rechtschaffenen zutreffen kann, der in seinem Herzen die Liebe zu Gott unterhält.

Die Christen können nicht über die Bedeutung, dass jemand zum Verfluchten wird, zu der Zeit nachgedacht haben, als sie diese Lehrmeinung erfanden, denn wenn sie es getan hätten, ist es nicht möglich, dass sie diesen Ausdruck für einen Rechtschaffenen, wie JesusAS es war, angewandt hätten. Kann es gesagt werden, dass zu irgend einer Zeit das Herz von JesusAS sich in Wahrheit von Gott abgewandt hatte und Gott verneint hätte und von Gott angewidert gewesen wäre und zu einem Feind Gottes geworden wäre? Können wir uns vorstellen, dass das Herz von JesusAS jemals gefühlt hat, dass es sich von Gott abgewandt hatte und zu einem Feind Gottes geworden wäre und in die Dunkelheit des Unglaubens und der Verleugnung gestürzt war? Solch eine Vorstellung ist nicht nur unvereinbar mit dem Rang des Prophetentums und der Gesandtschaft von JesusAS, sondern es ist auch unvereinbar mit seinem Anspruch von Vorzüglichkeit und Heiligkeit und Liebe und Erkenntnis des Göttlichen, die wiederholt in den Evangelien erwähnt ist.

Ein Studium der Evangelien enthüllt, dass JesusAS bestätigte, dass er das Licht der Welt war, ein Führer war und eine erhabene Beziehung der Liebe zu Gott innehatte, dass ihm eine heilige Geburt durch Gott gewährt worden war und er Sein geliebter Sohn war. Wie kann dann die unheilige Vorstellung des Fluches dem Herzen von JesusAS zugestanden werden angesichts seiner andauernden und heiligen Beziehung zu Gott? Es ist somit ohne Zweifel bewiesen, dass JesusAS nicht am Kreuz starb, insofern, als er von den Folgen eines Todes am Kreuz beschützt worden war. Da er nicht am Kreuz starb, war sein Herz völlig sicher gegen den unheiligen Zustand, zu einem Verfluchten zu werden. Weil dem so ist, gab es keine Auferstehung und keine körperliche Himmelfahrt, da dies Glieder derselben unheilvollen Kette waren.

Forscher auf der Spur Jesu in Kaschmir

Vgl. gleichnamiges Kapitel in der Broschüre: http://www.ahmadiyya.de/bibliothek/art/jesus-in-kaschmir/

Medizinische Aspekte der Kreuzigung (vgl. den Artikel: https://muslimischefeder.de/jesus-starb-nicht-am-kreuz-die-sicht-eines-kardiologen/)

Weitere Argumente

Die Evangelien enthüllen verschiedene andere Faktoren, die die Auffassung zurückweisen, dass JesusAS körperlich zum Himmel auffuhr. Es ist nicht nötig, sie zu dieser Gelegenheit im Einzelnen auszuführen. Es ist wohl bekannt, dass Pontius Pilatus JesusAS für unschuldig hielt, seine Frau war mit ihrem Traum gewarnt worden, dass JesusAS nicht in Schwierigkeiten gebracht werden soll, er richtete es damit so ein, dass JesusAS nicht ans Kreuz geschlagen wurde, bis es Freitag-Nachmittag war, also wenige Stunden vor Sonnenuntergang; das Aufkommen eines Sturmes und die Verbreitung von Dunkelheit machte es erforderlich, JesusAS sogar noch vor Sonnenuntergang vom Kreuz zu nehmen, seine Beine wurden nicht gebrochen. Unter diesen Umständen konnte ein gesunder, junger Mann von 33 Jahren, mit starkem Körperbau und einer gesunden Lebensweise nicht innerhalb einer so kurzen Zeit vom Tod überwältigt werden. Er wurde jedoch bewußtlos und wurde in diesem Zustand vom Kreuz abgenommen, seine Wunden wurden mit einer Salbe behandelt, die die Jünger angesichts der göttlichen Prophezeiungen bereits vorbereitet hatten und die seitdem als die „Salbe von JesusAS“ bekannt ist.

Sein Körper wurde in ein Leinentuch gewickelt, das vierzehn Fuß und drei Inches lang und vier Fuß und sieben Inches breit war [1], und wurde dann in eine geräumige Kammer gelegt, die in einen Felsen eingehauen war. Er wurde so gepflegt, dass er, obwohl er schwere körperliche Leiden erduldet hatte und seine Wunden noch frisch waren, bald schon in der Lage war, umherzugehen.

Es ist der Anerkennung wert, dass die Salbe des JesusAS nicht in irgendeinem der medizinischen Bücher erwähnt wird, die vor dem Ereignis der Kreuzigung zusammengestellt worden waren, aber sie wird in mehr als eintausend gewichtigen medizinischen Büchern erwähnt, die nach dem Ereignis der Kreuzigung verfasst worden waren, und dies mit der Erklärung, dass sie für JesusAS zubereitet worden war. Die Verfasser dieser Bücher gehören zu allen religiösen Glaubensrichtungen. Millionen von Menschen haben Zugang zu diesen Büchern gehabt und der Welt der Christenheit war diese Salbe seit Jahrhunderten bekannt, und sie hat Gebrauch davongemacht und ist somit ein schweigender Zeuge, dass diese Salbe zum Gebrauch am Körper JesusAS) zubereitet worden war.

Die Jünger von JesusAS bezeugen, dass sie ein paar Tage nach dem Ereignis der Kreuzigung am physischen Körper von JesusAS die Wundmerkmale und Verletzungen wahrgenommen hatten, die ihm im Verlauf der Kreuzigung zugefügt worden waren. Sie nahmen nur den physischen Körper von JesusAS wahr, und beobachteten keinerlei Manifestation.

Es gibt den Hinweis der Jünger, dass JesusAS in ihrer Gemeinschaft für ein paar Meilen auf seinem Weg nach Galiläa reiste und dass er auf ihre Bitte hin eine Nacht mit ihnen in Emmaus verbrachte. Die Jünger bezeugen, dass JesusAS in jener Zeit hungrig war und sie um Nahrung bat und dass ihm gebratener Fisch und eine Honigwabe zu essen gegeben wurde. Dies bestätigt ebenfalls, dass er damals in seinem physischen Körper gegenwärtig war und ihn nicht für einen spirituellen Körper oder eine verklärte Manifestation ausgetauscht hatte.

All dies zeigt, dass JesusAS sich nach dem Ereignis der Kreuzigung die ganze Zeit über entsprechend den Erfordernissen eines physischen, materiellen Körpers verhalten hatte, indem er aß, trank, schlief und reiste, Tätigkeiten, die absolut unvereinbar sind damit, dass jemand seinen physischen Körper aufgegeben hat und eine verklärte, spirituelle Manifestation angenommen hat. Es ist des Nachdenkens wert, ob er, angetan mit einem verklärten und unsterblichen Körper, frei von den Bedürfnissen eines sterblichen Körpers, mit dem er zur Rechten Hand Gottes des Allmächtigen hätte sitzen sollen, und frei von jeglichem Schandmerkmal, von Schmerzen oder Fehlern und somit erleuchtet mit dem ewigen göttlichen Ruhm, ob er immer noch die Merkmale seiner Verletzungen trug und Schmerz erlitt und allen möglichen Bedürfnissen und Erfordernissen unterlegen war, denen ein physischer Körper unterliegt.

Es ist somit offensichtlich, dass JesusAS nicht am Kreuz starb, noch mit einem neuen verklärten Körper eingehüllt worden war, sondern am Kreuz bewusstlos geworden war und im Aussehen einem Menschen glich, der gestorben war.

Bedeutung des Begriffs „Wiederauferstehung“

Die Behauptung von JesusAS, von der uns berichtet wird

„Doch nachdem ich wieder auferstanden bin, will ich vor euch nach Galiläa gehen.” (Matthäus 26:32)

wirft nicht irgendeinen Zweifel auf seine Errettung vom Kreuz. Es ist kein Wunder, dass jemand, der an das Kreuz genagelt worden war und bewusstlos geworden war, so dass er tot zu sein schien, dann, als er das Bewusstsein wiedererlangte, empfand, dass er wieder auferstanden wäre. In diesem Zusammenhang kann der Ausdruck „wiederauferstanden” nicht bedeuten, dass jemand, nachdem er den Tod erlitten hatte, wieder zum Leben gebracht würde. Es gibt jedoch keinen Zweifel, dass die Errettung von JesusAS angesichts all der Umstände seiner Kreuzigung ein großes Wunder darstellt und dass es nicht ein gewöhnliches Ereignis gewesen ist.

Der Heilige Koran bestätigt, dass weder die Juden noch die Christen einen festen Glauben daran hatten, dass JesusAS am Kreuz gestorben war. Gott, der Allmächtige, hatte zur Zeit der Kreuzigung Umstände geschaffen, aufgrund derer die Juden und die Christen annahmen, dass JesusAS am Kreuz gestorben war, aber sie hatten keinen klaren Beweis zur Hand, der sie zufriedenstellte, dass JesusAS mit Sicherheit am Kreuz gestorben war. Die Aussagen, die nunmehr zur Verfügung stehen, legen dar, dass Gott der Allmächtige JesusAS vom Tod am Kreuz errettet hatte.

 

Rezeption

Das Grab Jesu im Spiegel der Deutschen Medien

Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind in Deutschland zahlreiche Bücher, Aufsätze, Artikel und Reportagen über die Auffassung erschienen, dass Jesus nicht auf Golgatha, sondern eines natürlichen Todes viele Jahrzehnte später starb; und dass sein Grab im Khanyar-Viertel Srinagars in Kaschmir gefunden worden ist. Sehr spektakulär wurde zunächst die These, dass Jesus nicht am Kreuz zu Tode gekommen sein kann, anhand von Untersuchungen vertreten, die am Turiner Leichentuch vorgenommen wurden, in das, so der allgemeine Volksglaube, Jesus eingehüllt worden sein soll, als er vom Kreuz abgenommen wurde. Der Journalist Kurt Berna schrieb dazu ein Buch, das er in aufwendigen Anzeigen in den großen Zeitungen und Zeitschriften Westdeutschlands publik machte. Er beschrieb darin, dass, falls das Leichentuch echt ist, Jesus nicht am Kreuz gestorben sein kann, da auf ihm Blutspuren anzufinden sind, was beweist, dass die Person, die in dieses Tuch eingehüllt worden war, gelebt haben muss. Das Buch wurde weithin verbreitet, es hatte eine Auflage von über 100.000. Um das Turiner Leichentuch hat es in den darauffolgenden Jahren viele Auseinandersetzungen und demzufolge auch zahlreiche Bücher gegeben. Das von Kurt Berna überzeugend vorgetragene Argument, dass ihm zufolge Jesus die Kreuzigung überlebt hatte, wurde indes niemals wirklich widerlegt. Das Grab von Jesus in Kaschmir aber sorgte für weitaus mehr Publikationen. Artikel in der Süddeutschen Zeitung und im Magazin „Stern” beispielsweise, in denen die These vom Leben und Sterben des jüdischen Messias in Kaschmir belegt wurden, fanden ein großes Interesse in der Bevölkerung und auch ein großes Medienecho. Einige Bücher, die dieses Thema detailliert untersuchten, erschienen in der Folge. Unter ihnen ist besonders Holger Kerstens oftmals aufgelegtes, sehr umfangreiches Werk „Jesus lebte in Indien”, das in 15 Sprachen übersetzt wurde, zu erwähnen. In einem weiteren, ausführlichen Buch namens „Jesus starb nicht am Kreuz” (beides Verlag Langen Müller) untersuchte er die „Botschaft des Turiner Grabtuchs”. Einige weitere Bücher zum selben Thema fanden ebenfalls interessierte Aufnahme, aber auch seitens der Kirchen starken Widerspruch, wiewohl sie beispielsweise auch von Pfarrern verfasst worden sind. Der TV-Moderator („report”) und Sachbuchautor Franz Alt, ein überzeugter Katholik, legte dann sein Buch „Jesus, der erste neue Mann” vor, das ein Bestseller mit über 1 Million verkauften Exemplaren wurde. In ihm befindet sich ein Kapitel, das sich mit den Vorfällen der Kreuzigung und der These von der Wiederauferstehung beschäftigt. Franz Alt kommt zu dem eindeutigen Schluss, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, sondern nur scheintot bzw. bewusstlos war, und dass die Auferstehung von den Toten in den Bereich der Fantasie und Legende verwiesen werden muss. Er legte dies auch in zahlreichen Talkshow Auftritten überzeugend dar. Die Zahl der in Deutschland publizierten Bücher, die den Tod von Jesus in Kaschmir zum Inhalt haben oder in einzelnen Kapiteln darüber berichten, ist mittlerweile unübersehbar geworden. Längst ist das, was Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, durch den die Prophezeiungen über die Wiederkunft von Jesus Wirklichkeit geworden sind, vor über 100 Jahren in seinem epochalen Buch „Jesus in Indien” (Verlag Der Islam) verkündete und bewies, nicht mehr nur etwas, was in esoterischen Kreisen geglaubt wird. Die Vernunft und die Tatsachen lassen keinen anderen Ausweg, als zu akzeptieren, dass das, was Allah im Heiligen Qur’an offenbarte, die Wahrheit ist: Jesus starb nicht am Kreuz, wenngleich er ans Kreuz geschlagen wurde. Aber er überlebte die Kreuzigung, wurde gesund gepflegt, zeigte sich dann im geheimen den Jüngern und wanderte schließlich über Afghanistan bis hin nach Kaschmir, wo er den dort lebenden jüdischen Stämmen die frohe Botschaft des Evangeliums überbrachte. Die Versuche, die hierfür vorgebrachten Argumente und Beweise zu widerlegen, haben die Kernaussagen unserer Darlegungen und jener, die als unabhängige Wissenschaftler oder Christen ebenfalls diese Auffassung vertreten, niemals widerlegen können. indes wächst die Zahl derer, die nicht daran glauben, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, mit jedem Tag. Und damit die Zahl derer, die die absurde Vorstellung, ein anderer könnte für uns unsere Sünden übernehmen, ablehnen. Der Verheißene Messias, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, Frieden sei auf ihm, fasste diese unnatürliche Idee in die Worte: „Wenn Sie Kopfschmerzen haben, und ich eine Tablette nehme, gehen Ihre Kopfschmerzen nicht weg.” Kurzum, Jesus starb, wie in zahlreichen Büchern, die nicht von Muslimen geschrieben wurden, nachzulesen ist, nicht am Kreuz, und er fuhr auch nicht mit seinem leiblichen Körper in den Himmel auf. Er lebt nicht mit seinem Körper irgendwo in einem Paradies, um mit demselben Körper irgendwann vom Himmel herab geflogen zu kommen. Er starb in Kaschmir eines natürlichen Todes und sein Grab kann in Srinagar, der Hauptstadt von Kaschmir, besucht werden.

 

Wiederkehr JesuAS

Eine Prophezeiung über den Verheißenen MessiasAS

Gott, der Allmächtige, hat es so eingerichtet, dass die Beweise und die Vernunftgründe, die verborgen geblieben waren, in den Tagen des Verheißenen MessiasAS deutlich werden sollten. durch die es so klar wie der helllichte Tag festgestellt würde, dass JesusAS nicht am Kreuz starb und dass dieser von Gott geliebte Mensch spirituell erhöht worden war. In diesem Zusammenhang hat die folgende Verkündigung des Verheißenen MessiasAS große Bedeutung:

„Es war Gottes Absicht, dass die glänzende Waffe und die Wahrheit enthüllenden Vernunftgründe, die ein Ende mit der Lehrmeinung vom Kreuz machen sollten, der Welt durch den Verheißenen Messias deutlich gemacht werden sollten, insbesondere, da der Heilige ProphetSAW prophezeit hatte, dass die Religion des Kreuzes nicht zum Abstieg kommen würde, noch würde ihr Fortschritt eingeschränkt werden, bis der Verheißene Messias in der Welt erscheint. Er ist es, der es erreichen würde, dass das Kreuz gebrochen würde. Diese Prophezeiung weist darauf hin, dass zur Zeit des Verheißenen Messias Mittel zugänglich würden, durch die die Wirklichkeit über das Ereignis der Kreuzigung offenkundig werden würde. Das wird das Ende dieser Lehrmeinung sein. Es wird nicht durch Krieg oder Kampf zustandekommen, sondern durch himmlische Mittel, die deutlich gemacht würden anhand von Wissen und Verstandeskräften.

Es war deswegen notwendig, dass der Himmel diese Hinweise und diese entscheidenden Beweise zurückhalten sollte, bis der Verheißene Messias in der Welt erscheinen würde. Und so ist es geschehen. Nun, da der Verheißene erschienen ist, werden alle Augen geöffnet und die Leute werden darüber nachdenken, dass, da Gottes Messias gekommen ist, die Köpfe nun erleuchtet werden, und die Herzen Aufmerksamkeit zollen werden, und Schreibgeräte werden Kraft gewinnen und die Lenden werden gegürtet werden. Nun wird jedem Glücklichen Intelligenz gewährt werden und jedem Rechtdenkenden wird Weisheit verliehen werden, insofern, als das, was in den Himmeln scheint, auch die Erde erleuchtet. Gesegnet sind jene, die an diesem Licht teilhaben und glücklich ist derjenige, dem ein Teil davon gewährt wird.” (Jesus in Indien, S. 64-65)

 

Quellen

Der 3. Khalifa der Ahmadiyya Muslim Jamaat: Mirza Nasir Ahmad, Die Wahrheit über die Kreuzigung Jesu, Verlag der Islam, S. 6-11

http://www.ahmadiyya.de/bibliothek/art/jesus-in-kaschmir/


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