Die Helfer des Königs der Feder.

Was wäre, wenn? Ein Kommentar zum blutigen Anschlag in Hanau.

Was wäre, wenn heute ein gewöhnlicher Tag wäre?

Dann könnten heute elf Menschen weiterhin arbeiten, lernen, leben. Dann würde Hanau nicht international in den Schlagzeilen stehen. Die Menschen würden ihrem Alltag nachgehen. Es fänden keine Mahnwachen statt, die Trauer wäre ein abwesender Zustand. Menschen mit den unterschiedlichsten Träumen wurden mitten aus dem Leben gerissen. Wie viele Hinterbliebene trauern jetzt wohl? Wie viele fragen sich: Warum mein Kind/ mein Bruder/ mein Freund? Wie kann sowas in einem Land wie Deutschland geschehen? Fragen die wir, sobald die Nachrichtenflut abnimmt, vergessen werden, die Angehörigen jedoch, ein Leben lang verfolgen werden.

Wenn heute ein gewöhnlicher Tag wäre, dann könnten heute elf Menschen leben.

Was wäre, wenn die Tat in Hanau kein Bekennerschreiben hätte?

Dann würde der alltägliche Rassismus in den Spalten unserer Gesellschaft weiterhin unauffällig existieren. Dann würde sich kaum jemand öffentlich darüber aufregen, dass rechte Hetze bereits salonfähig geworden ist. Der Täter würde als ‚psychisch krank‘ bezeichnet werden und niemand könnte hinterfragen, ob rechter Terrorismus die Saat des Grauens ist. Ohne Bekennerschreiben wäre es weiterhin Normalität, dass rechte Parteien den Hass gegen Minderheiten unaufhaltsam predigen können – sogar im Bundestag.

Was wäre, wenn Menschen nicht solidarisch zusammenkommen würden?

Dann wäre die Tat in Hanau in wenigen Wochen vergessen, genau wie Halle und Christchurch vergessen wurden. Dann wäre die Freiheit und Sicherheit der Demokratie heute beendet. Die rechte Hetze hätte Früchte getragen und es wäre ein glorreicher Tag für rechtsextreme Gruppen.

Doch wir sagen: Hass, Hetze und Extremismus werden nicht siegen. Nicht in der Zukunft, nicht heute, nicht jetzt! Tausende Menschen versammeln sich nämlich solidarisch in Hanau und in ganz Deutschland für ein Motto, dass jeder Einzelne von uns lebt: Liebe für Alle, Hass für Keinen.

Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat trauern um die Opfer des Anschlags anlässlich der Mahnwache in Hanau (20.02.2020)

Die gesamte Mannschaft der Muslimischen Feder trauert um die Opfer des rechtsextremistischen Anschlages in Hanau und betet für die Verletzten und Hinterbliebenen.

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