Die Helfer des Königs der Feder.

Wer bringt dem Islam heute Frieden?

Weite Teile der muslimischen Welt stehen heute in Flammen. Von der Nordküste Afrikas bis zu den Grassavannen Nigerias, von den Bergen des Hindukusch bis zur arabischen Halbinsel – ein unsichtbares Band der Gewalt und des Terrors überzieht diese Teile der Welt. In einst florierenden Handelsstädten, wie Mogadischu und Kabul, stehen nur noch Ruinen. Ehemalige Zentren der Wissenschaft und Bildung, wie Bagdad und Damaskus, sind heute nur noch ein Hort des Hasses und der Intoleranz. Eine nicht zu endende Gewaltspirale hat sich im Gange gesetzt, die solch eine Geschwindigkeit aufgenommen hat, dass es nahezu unmöglich erscheint dieses Problem zu lösen.

Der absolute Großteil der Bevölkerung jener Länder bekennt sich zum Islam. Der Begriff „Islam“ ist arabisch und bedeutet wörtlich „Frieden“ – wohin ist der Frieden der islamischen Welt?

Eine lange Suche ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Man kann heute mit großer Überzeugung sagen, dass der Frieden – der wahre Islam –  diese Länder schon vor geraumer Zeit verlassen hat. Er hat sich über die Jahrhunderte verflüchtigt. Heute sehen wir nur noch einen kargen Acker, der nie bewässert wurde. Es hat sich eine andere Art von Boden entwickelt. Ein Boden, der nur noch Hass und Tod, Vertreibung und Folter wuchern lässt.

Dies ist aber kein Zufallsprozess. Der heutige Zustand der islamischen Welt wurde vom Gründer des Islam selbst vorhergesagt. Der Heilige Propheten Mohammad sagte:

„Eine Zeit wird kommen, wenn vom Islam nichts anderes mehr übrig bleiben wird als sein Name, und vom Heiligen Koran nichts übrig bleiben wird als seine Buchstaben. Die Moscheen werden voller Anbeter sein; was jedoch die Rechtschaffenheit angeht, werden sie leer und verlassen sein. Ihre Ulema (Religionsgelehrten) werden die schlimmsten aller Kreaturen unter dem Firmament des Himmels sein. Üble Verschwörungen werden von ihnen ausgehen; und zu ihnen werden sie zurückkehren.“[1]

Jedes einzelne dieser Worte ist erfüllt worden. Der Heilige Prophet Mohammad (saw) sagte ferner:

„Allah wird das Wissen von den Menschen nicht auf einmal und plötzlich hinwegnehmen. Was wirklich passieren wird, ist, dass dann, wenn ein Gelehrter stirbt, es keinen geben wird, der ihn ersetzt. Die Menschen werden unwissende Leute zu ihren Führern wählen und sie um Lösung ihrer Probleme angehen. Jene werden sie leiten, ohne selbst (den Islam) zu kennen. Somit werden die Führer fehlgeleitet sein, und sie werden die Menschen irreleiten.“[2]

Ferner sagte der Heilige Prophet Mohammad:

„Die… Menschen würden sie um Unterweisung aufsuchen, aber sie würden sie wie „Affen und Schweine“ antreffen.“[3]

In der Tat beschreibt dieses Bild sehr genau die heutige Situation der vermeintlich Gelehrten des Islams. Ob es nun die radikalen und archaischen Ansichten des „Islamischen Staates“ sind oder die rückständigen der „Boko Haram“. Alle islamistischen Terrorgruppen berufen sich auf den Islam. Im Namen Allahs wird Mord, Folter und Vertreibung gerechtfertigt. Sowohl der gesellschaftliche als auch der individuelle Frieden ist der islamischen Welt abhanden gekommen. Hierbei gibt es leider keine Interpretationsmöglichkeiten mehr.

Ist die islamische Welt nun sich selbst überlassen für den Rest der Menschheitsgeschichte? Werden wir für alle Zeiten nur den sogenannten „radikalen Islam“ kennen? Wer wird den Muslimen der Welt Frieden bringen?

Gott hat den Muslimen durch das Entsenden seines höchsten und edelsten Gesandten eine nicht zu begleichende Gunst erwiesen. Der Heilige Prophet Mohammad hat im Namen Allahs neben der vorangegangen Prophezeiung auch Folgendes gesagt:

„Das Prophetentum wird unter euch weilen, solange Allah es will. Dann wird Allah es hinwegnehmen. Dann wird ein Kalifentum folgen, und zwar auf der Grundlage des Prophetentums, das so lange andauern wird, wie Allah es will. Dann wird Allah es hinwegnehmen. Ihm wird ein Königtum der Unterdrückung folgen, das so lange andauern wird, wie Allah es will. Dann wird Allah es hinwegnehmen. Danach wird es (wieder) ein Kalifentum geben auf der Grundlage des Prophetentums. Danach schwieg der Prophet.“[4]

Genauso wie der Heilige Prophet Mohammad den Niedergang des Islams vorhergesagt hatte, machte er den Muslimen auch eine frohe Botschaft. Der Islam wird nach Tagen der Finsternis und des Rückschritts wieder auferstehen. Allah sagt im Heiligen Koran hierzu:

„Also, wahrlich, kommt mit der Drangsal die Erleichterung.“ (94:6)[5]

Und in der Tat. diese Eigenschaft und Tradition Gottes hat sich im ausgehenden 19. Jahrhundert wieder in Gestalt eines Reformers manifestiert. Die Worte des Heiligen Propheten Mohammad sind Realität geworden. Genau wie die Prophezeiung über den Niedergang des Islam hat sich auch diese Prophezeiung erfüllen müssen. Ein mohammedanischer Messias und Prophet musste erscheinen, der die Muslime der Welt wieder auf den wahren Islam lenkt. Ein Prophet im Schatten des Heiligen Propheten Mohammad ist erschienen: Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as) aus Qadian.

 „Er ist auf spirituelle Weise der Oberbefehlshaber der Armee Muhammads (saw) und Gott beabsichtigt, durch ihn erneut den Glauben zum Sieg zu führen.“[6]

Die zerrissene und zerklüftete Landschaft des Islam muss vereint und geführt werden. Der Verheißene Messias und Mahdi des Islam, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as), trat an um den Islam in einer Zeit des Verfalls zu Verteidigen und als Empfänger göttlicher Offenbarungen zu leiten. So wird 1889 in Indien eine Gemeinde der Gläubigen gegründet, die das Zugrundegehen des Islam verhindern soll.

Die heutige Situation der Muslime ist bekannt und der Verheißene Messias (as) ist erschienen. Er hat seine Mission der Reformation und Aufklärung angetreten und mit göttlichem Beistand erfüllt. Wer soll aber nun seine Botschaft und Mission heute vorantragen und den Muslimen Frieden bringen? Ein spiritueller Nachfolger ist von Nöten. Ein weiteres Versprechen, welches Allah allen Menschen gemacht hat ist:

 „Verheißen hat Allah denen unter euch, die glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewisslich zu Nachfolgern (Khalifa) auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und dass Er gewisslich für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und dass Er gewisslich ihren (Stand), nach ihrer Furcht, in Frieden und Sicherheit verwandeln wird.“ (24:56)

Furcht soll in Sicherheit verwandelt werden. Das brauchen die Muslime heute weltweit. Nur ein spiritueller Nachfolger des Verheißenen Messias (as), sein Kalif, kann der islamischen Welt Frieden bringen. Die Einheit der Muslime, die unabdingbar ist für den Frieden in der islamischen Welt, kann nur durch einen Kalif hergestellt werden. Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (atba) ist jener Kalif, der in der heutigen Zeit die wahre und friedliche Stimme des Islams erhebt. Ein Kalif, der die größte islamische Gemeinde, die einem einzigen Imam folgt, hinter sich vereint. Die Ansprachen von Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (atba) sind Fackeln der Wahrheit, die die islamische Welt aus ihrer jetzigen Situation hinausführen können.

Zurückführend zu der Frage, wer dem Islam den Frieden bringen kann, wird es deutlich, dass im Durcheinander der islamischen Auslegungen der Ruf nach einer Einheit lauter wird. Eine solche Einheit kann heute einzig und allein durch den Kalifen der Zeit, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (atba), etabliert werden.

 

 

Adnan Ahmad Rana

Majlis Frankenthal

[1] Hadith: Mishkat, Kitabul Ilm, Band I, S. 91

[2] Hadith: Muslim, The Book of Knowledge (Kitab Al-`Ilm), Chapter 5, Book 034, Nr. 6462 & Bukhari, Knowledge (Kitabul Ilm), Volume 1, Book 3, Nr. 100

[3] Mishkat, Babul Ilm & Kanzul-ummal

[4] Hadith: Mishkat, Bab-al-Anzar-wa-Tahzir, Ahmad Ibn Hanbal, Band 4, S. 273, Nr. 17680, Tirmizi Babul Ilm

[5] https://www.alislam.org/quran/tafseer/?page=1279&region=EN&CR=E1,E2&CR=E1,E2

[6] http://www.ahmadiyya.de/islam/islam-und-fanatismus/der-zustand-der-muslimischen-welt-und-der-dschihad/ (S.24)

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