Die Helfer des Königs der Feder.

Wir wollen aufklären

Augsburg. Als Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde waren wir über die im Artikel „Was steckt hinter der Werbekampagne der Muslime“ vom 13.05.16 von Frau Schöne erwähnten Behauptungen sehr bestürzt.

Wir finden es erstaunlich, wie der Aufklärungsarbeit der AMJ in Bezug auf die Lehre des Islams negative Absichten der Missionierung unterstellt werden.

Dabei sind es doch die muslimischen Gemeinden von denen erwartet wird, auf die Ängste und Fragen der Mitbürger einzugehen, um den bestehenden Zwiespalt in der Gesellschaft zu beseitigen. Dies tun die Mitglieder ehrenamtlich und oftmals in Kooperation mit den städtischen Gemeinden, um eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen. Die im Artikel erwähnte Bezeichnung „Emir“ verbindet man heute mit einem mächtigen Fürsten oder Prinzen. Dabei wird der sogenannte „Amir“ der AMJ als Bundesvorsitzender demokratisch und offen gewählt. Hierbei spielt die Eigenschaft ein Konvertit zu sein, oder die Herkunft des jeweiligen Landes zu haben, überhaupt keine Rolle. Einen solchen „Emir“ gibt es also in jeder Partei, jedem Verein und jeder demokratischen Institution in Deutschland.

Das im Artikel erwähnte „Treuegelöbnis“ mit verpflichtenden Zahlungen existiert nicht. Die Gemeinde besitzt ein Spendensystem, welches jederzeit nach Ermessen der Mitglieder angepasst oder gar ausgesetzt werden kann. Eine Säule des Islam ist es auch, finanzielle Opfer für die Mitmenschen zu erbringen, weshalb viele solcher Spenden für karikative Zwecke in Verwendung kommen.

Die AMJ ist in Deutschland seit ihrer Gründung bestrebt sich am öffentlichen Diskurs zu beteiligen. In Hamburg und in Hessen hat sie den Körperschaftsstatus des öffentlichen Rechts erhalten. So ist die Augsburger Gemeinde seit ihren Anfängen ebenfalls öffentlich aktiv und beteiligt sich in Form von Benefizläufen, Informationsabenden, interreligiösen Veranstaltungen u.Ä. und versucht mit den Augsburgern in den Dialog zu treten.

Die Aufforderung von Herrn Antes, die Vielfalt der Religionen zu akzeptieren, ist ohnehin ein fester Bestandteil unserer Lehre. So heißt es im Heiligen Koran „Es soll kein Zwang sein im Glauben“ (2:257). Wir akzeptieren, tolerieren, respektieren und glauben an die Vielfalt der Religionen und wurden von klein auf so erzogen.

Das Gebot des Kopftuchs und die Geschlechtertrennung sind keine neuen Erfindungen der AMJ, wie es der Artikel zu glauben verleitet. Diese Grundsätze sind bereits fest im Islam verankert, ebenso, wie die Gleichwertigkeit von Frau und Mann. So sagte der heilige ProphetSAW: „Wer seine Tocher gut aufzieht und ihr eine gute Bildung angedeihen lässt, erwirbt dadurch das Paradies“.

Die Vorwürfe im Artikel sind außerordentlich verletzend, da sich viele Ausgburger Muslime mit einem Selbstverständnis in der Öffentlichkeitsarbeit einsetzen.

Als einen festen Bestandteil der deutschen Gesellschaft vorgeworfen zu bekommen, bei einer solch großen Herausforderung missionarisch zu agieren, verletzt die Gefühle vieler Muslime und entspricht schlichtweg nicht der Wahrheit.

Vielmehr erscheint uns Frau Schönes Beitrag als eine unterschwellige Kritik gegenüber der Gemeinde. Die Öffentlichkeitsarbeit gilt hierbei nur als Vorwand, um das Bild der Gemeinde zu deformieren.

Helfen Sie uns ein friedliches Miteinander zu schaffen und Vorurteile abzubauen. Dazu laden wir Sie zu unserer Veranstaltung „Muhammad(saw) – Ein außergewöhnliches Leben“ am 29. April um 18 Uhr im Kongress am Park herzlich ein.

 

Malik Maqbool Ahmad (32) und Raziq Ahmad Tariq (20)

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