Die Helfer des Königs der Feder.

Zakaat (Almosensteuer)

Die Zakaat (arab.: زكاة, Zakāh) ist der vierte Pfeiler des Islams und beinhaltet eine steuerliche Abgabe für soziale Zwecke innerhalb einer Gemeinschaft oder eines Staates. Die Zahlung der Abgaben ist verpflichtend für jeden muslimischen Gläubigen und wird oft mit dem Begriff Sadaqa gleichgesetzt, welches jedoch anders als die Zakaat, eine freiwillige Spende bezeichnet.


Inhaltsverzeichnis

  1. Hintergrund
  2. Regelung der Abgaben
  3. Empfängergruppen
  4. Verwaltung der Almosen
  5. Quellen

 

Hintergrund

Im Heiligen Koran werden Muslime in mehreren Versen zum Spenden aufgerufen. So heißt es:

„Nie könnt ihr zur vollkommenen Rechtschaffenheit gelangen, solange ihr nicht spendet, von dem, was ihr liebt; und was immer ihr spendet, wahrlich, Allah weiß es wohl.“ (3:93)

Die Opferbereitschaft von materiellen Gütern an die Mitmenschen wird im Islam somit als Mittel zur Erlangung von Allahs Gefallen und Gnade definiert.

Regelungen der Abgaben

Nach dem islamischen Recht errechnet sich die Zakaat auf der Basis des unangetastet gebliebenen Kapitals, welches innerhalb eines Zeitraumes von einem Steuerjahr nicht genutzt wurde. Dabei liegt der Satz für die Zakaat bei 2,5 Prozent des eigenen Vermögens, zusammengesetzt aus Gütern wie Geld, Schmuck aus Gold und Silber, handelbares Vermögen, Vieh und Nahrung (Früchte). Zakaat-pflichtig wird ein Muslime, nachdem ein bestimmter Mindestwert an bestehendem Vermögen feststellbar ist. Wird der Mindestwert nicht erreicht, entfällt die Zakaat-Pflicht für das jeweilige Steuerjahr.

 

Empfängergruppen

Die Gruppe der Almosenempfänger wird im Koran klar definiert. In der Sure Al-Taubah heißt es in Vers 60.:

„Die Almosen sind für die Armen und die Bedürftigen und für die mit ihrer Verwaltung Beauftragten und für die, deren Herzen versöhnt werden sollen, für die (Befreiung der) Sklaven und für die Schuldner, für die Sache Allah und für den Wanderer: eine Vorschrift von Allah. Und Allah ist allwissend, allweise.“

Zu den begünstigten Gruppen der Almosen gehören somit folgende acht Empfängergruppen:

(1) die Armen, (2) die Hilfsbedürftigen, (3) diejenigen, die die Zakaat administrativ verwalten, (4) Menschen, die die Lehren des Islams akzeptieren und übernehmen wollen, dies jedoch aus gesellschaftlichen oder rechtlichen Gründen nicht können, (5) zur Befreiung von Sklaven, (6) für Menschen, die sich unabsichtlich Verschuldet haben, beispielsweise die Übernahme von Schulden eines verstorbenen Familienangehörigen, (7) für den Dschihad, (8) für Reisende.

 

Verwaltung der Almosen

In wenigen asiatischen Ländern, wie in Saudi-Arabien, Pakistan und Malaysia, wird die Steuer über staatliche Wege eingenommen und verwaltet. Die meisten muslimischen Länder definieren jedoch die Zakaat als freiwillige Abgabe und verzichten auf eine staatlich-institutionelle Lösung. Die Zakaat-Einnahmen in islamischen Ländern reichen oft nicht aus, um die überdurchschnittliche Armutsrate zu bekämpfen. So wurden in wohlhabenden Staaten, wie Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate, Agenturen gegründet, die staatenübergreifend die eingenommenen Almosen verteilen, um der hohen Armut in asiatischen und afrikanischen Ländern entgegenzuwirken.

 

Quellen

http://www.ahmadiyya.de/islam/fuenf-pfeiler-des-islam/zakaat-die-almosensteuer/

https://de.wikipedia.org/wiki/Zak%C4%81t

https://www.alislam.org/library/book/philosophy-of-zakat/what-is-zakat/


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