Der Dritte Weltkrieg: Der Höhepunkt der Eskalation – Hoffnung aus dem Süden

Autor: Aden Mahmood (01.02.2026)

Die Realität anerkennen
In Deutschland diskutieren wir oft darüber, ob wir am Rande eines großen Krieges stehen. Doch diese Debatte hinkt der Realität hinterher. In einem kürzlichen Gespräch (Mulaqat) mit Mbelwa Kairuki, Tansanias Hochkommissar im Vereinigten Königreich, hat unser weltweites Oberhaupt, Hazrat Mirza Masroor Ahmad (ABA), die Situation mit einer Klarheit analysiert, die jeden von uns wachrütteln muss. Er sagte wörtlich: „Die Welt steht nicht nur am Rande eines Weltkriegs, sondern er hat bereits begonnen.“1 Wir befinden uns nicht in der Vorstufe, sondern mitten im Geschehen.

Seine Heiligkeit, das spirituelle Oberhaupt und der 5. Kalif der Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Hadhrat Mirza Masoor Ahmad (ABA). Quelle: Makhzan-e-Tasaweer.

Der kritische Zeitrahmen: 2028/2029
Seine Heiligkeit nannte dabei einen sehr konkreten Zeithorizont für die Eskalation. Er prognostizierte, dass der Höhepunkt (Peak) dieses Weltkrieges in den Jahren 2028 oder 2029 liegen wird. Die kommenden Jahre werden also entscheidend sein und voraussichtlich globale Erschütterungen mit sich bringen, wie wir sie uns heute kaum vorstellen wollen.

Eine Prophezeiung erfüllt sich
Dass die etablierten Mächte ins Wanken geraten, ist für uns keine Überraschung. Bereits vor über einem Jahrhundert warnte der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, der Verheißene Messias Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (as), vor genau diesem Szenario. In seinem Werk Haqiqatul-Wahi (Die Wahrheit der Offenbarung) schrieb er eine Warnung nieder, die heute aktueller ist als je zuvor:

„O Europa! Du bist nicht sicher! Und O Asien! Auch du bist nicht wohlbehalten! Und O Bewohner der Inseln! Kein künstlicher Gott wird euch zu Hilfe kommen. Ich sehe Städte fallen und Siedlungen verwüstet.“2

Diese prophetischen Worte erklären das geopolitische Vakuum, das entstehen wird: Wenn Europa und die anderen Großmächte von ihrer eigenen Zerstörung heimgesucht werden, werden sie ihre Macht in anderen Teilen der Welt nicht mehr halten können.

Afrika als der Retter der Welt?
Genau hier liegt die bemerkenswerte Perspektive für den afrikanischen Kontinent, die der Kalif in seinem Gespräch aufzeigte. Er erklärte, dass Afrika in dieser Zeit bewahrt bleiben könnte – unter einer Voraussetzung: Wenn die westlichen Mächte aufgrund ihrer eigenen Verwicklungen keine eigenen Interessen (vested interests) mehr in Afrika verfolgen können. Dann, so Seine Heiligkeit, wird Allah Afrika die Chance geben, sich zu entwickeln. Und nicht nur das: Es wird die Aufgabe Afrikas sein, die Welt zu rehabilitieren. Wenn die alten Mächte fallen, liegt die Last des Wiederaufbaus auf den Schultern dieses Kontinents.

Vorbereitung durch Charakter
Diese zukünftige Führungsrolle ist jedoch kein Geschenk, sondern eine Verantwortung. Der Kalif gab dem Hochkommissar eine klare Botschaft für dessen Landsleute mit: „Sagen Sie Ihren Leuten, dass die Zeit für sie kommt, die Welt zu führen.“3 Doch dies erfordert Charakter. Seine Heiligkeit definierte die Voraussetzungen für diese Rolle mit drei fundamentalen Werten:

  1. Ehrlichkeit (Honesty)
  2. Harte Arbeit (Hard work)
  3. Hingabe zu Allah (Submission to Allah)

Fazit
Die Weltordnung verschiebt sich vor unseren Augen. Während wir im Westen auf den Abgrund von 2028/2029 blicken, wächst im Süden die Verantwortung heran, die Menschheit danach wieder aufzurichten. Es ist Zeit, dass wir diese Warnungen ernst nehmen und uns auf diese Zeitenwende vorbereiten.

  1. This Week With Huzoor – 16 January 2026 ↩︎
  2. Mirza Ghulam Ahmad: Haqiqatul-Wahi (Die Philosophie der göttlichen Offenbarung), Seite 328. ↩︎
  3. This Week With Huzoor – 16 January 2026 ↩︎

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